Bruchhausen (red). Wegen einer plötzlich auftretenden Rauchentwicklung nahe einer Steckdose haben Bewohner eines Einfamilienhauses in Bruchhausen am späten Mittwochabend die Feuerwehr alarmiert. Wie sich herausstellte, war der Einsatz mehr als berechtigt: In einer Zwischendecke hatte sich ein Schwelbrand entwickelt, der bei späterer Entdeckung erhebliche Folgen hätte haben können. Gegen 22.36 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein. Gemeldet wurde zunächst eine unklare Rauchentwicklung im Bereich einer Steckdose in einem Wohnhaus an der Straße Am Silberbach. Da sich zum Zeitpunkt der Alarmierung noch eine Person im Gebäude befand, die das Haus nicht selbstständig verlassen konnte, wurde der Einsatz vorsorglich unter dem Stichwort „Feuer – Menschenleben in Gefahr“ hochgestuft.
Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden: Alle Bewohnerinnen und Bewohner waren bereits in Sicherheit, zudem war der Strom im Haus abgeschaltet worden, heißt es von der Feuerwehr. Verletzt wurde niemand. Bei der weiteren Erkundung gingen die Feuerwehrleute zunächst von einem Kabelbrand aus. Diese Vermutung bestätigte sich jedoch nicht. Stattdessen stellten die Einsatzkräfte eine ungewöhnliche Wärmeentwicklung im Bereich eines Kaminrohres fest, das durch die Wand führte. Daraufhin wurde die betroffene Wand geöffnet. In der Zwischendecke entdeckte die Feuerwehr schließlich den Brand. „In solchen Fällen handelt es sich meist nicht um offene Flammen, sondern um ein Glimmen, das sich unbemerkt ausbreiten kann“, erklärte Höxters Feuerwehrleiter Jürgen Schmits.
Wäre der Brand nicht frühzeitig entdeckt worden, hätte sich das Feuer unkontrolliert durch die Wand ausbreiten können. Da der Schwelbrand rechtzeitig erkannt wurde, konnten die rund 30 eingesetzten Feuerwehrkräfte das Feuer schnell löschen. Anschließend wurden Lüftungsmaßnahmen durchgeführt. Der Einsatz war gegen 1.00 Uhr in der Nacht beendet. Im Einsatz waren die Löschgruppen aus Bruchhausen, Ottbergen und Godelheim sowie Kräfte der Feuerwehr Höxter, des Rettungsdienstes und der Polizei Kreis Höxter. Einsatzleiter war Hauptbrandmeister Pascal Klein. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung gibt es laut Polizeisprecher Achim Reker nicht. Der entstandene Sachschaden am Gebäude wird auf rund 8000 Euro geschätzt. Dank des schnellen Handelns der Bewohner und des zügigen Eingreifens der Einsatzkräfte konnte ein größerer Brand und mögliche Verletzungen verhindert werden.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Höxter