Höxter (red). Ein tragischer Fund hat am vergangenen Donnerstagvormittag, den 16. April, in der Höxteraner Innenstadt für Aufsehen gesorgt. Passanten entdeckten im Bereich der Judengasse eine leblose Person und alarmierten umgehend die Polizei und die Rettungskräfte. Polizei und Rettungsdienst rückten daraufhin mit mehreren Fahrzeugen an, auch ein Notarzt war vor Ort. Trotz schneller Ankunft konnte der Arzt nur noch den Tod des Mannes feststellen. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Verstorbenen um einen 61-jährigen Mann aus einer Höxteraner Ortschaft. Wie ein Sprecher der Kreispolizeibehörde am darauffolgenden Freitag bestätigte, wurden die Angehörigen bereits informiert.
Noch am Donnerstag führten Beamte der Kriminalpolizei eine Leichenschau sowohl am Fundort als auch später beim Bestatter durch. Dabei konnten die Ermittler eine erste Einschätzung zur Todesursache treffen: Hinweise auf ein Fremdverschulden oder gar ein Tötungsdelikt liegen derzeit nicht vor.
Trotzdem wurde der Fall routinemäßig an die Staatsanwaltschaft Paderborn übergeben. Deren Sprecher Achim Reker erklärte, nun werde entschieden, ob eine Obduktion des Leichnams erforderlich ist, um die genaue Todesursache zu klären. Der Einsatz hatte in der Innenstadt für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt. Mehrere Polizeifahrzeuge sowie Rettungskräfte waren im Einsatz, was auch zu einem längeren Rückstau auf der stark befahrenen Bachstraße führte. Zunächst war in der Bevölkerung über einen medizinischen Notfall im nahegelegenen Ärztehaus spekuliert worden. Das ungewöhnlich große Polizeiaufgebot an der Judengasse ließ jedoch schnell andere Vermutungen aufkommen.
Augenzeugen reagierten bestürzt auf das Geschehen. Viele zeigten sich erschüttert darüber, dass der Mann an einem eigentlich ruhigen Ort unweit des Wasserrades in der Judengasse aufgefunden wurde – einem Platz, der sonst eher zum Verweilen einlädt. Warum der 1964 geborene Mann dort leblos entdeckt wurde, ist bislang unklar. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler im Zuge der laufenden Untersuchungen. Angaben zu den persönlichen Lebensumständen des Verstorbenen machte die Polizei bislang nicht.
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