Höxter (red). Unter dem Slogan „Energie erleben – nachhaltige und heimische Brennstoffe!“ veranstaltet der Betriebshilfsdienst & Maschinenring Höxter-Warburg e.V. auf der Landesgartenschau in Höxter sein zweites Aktionswochenende. Dieses findet am 2. und 3. September bei „Wir vom Land“, dem Bereich der grünen Berufsbranche - Landwirtschaft – Jagd – Naturschutz statt.
Was wird geboten?
Im Fokus steht an diesem Wochenende der Biomassehof Borlinghausen, eins von mehreren Tochterunternehmen des heimischen Betriebshilfsdienstes und Maschinenringes. Neben vielen verschiedenen Materialien zur Gartengestaltung, wie Rindenmulch oder Fallschutzmaterial, wird am kommenden Wochenende ein Einblick in die professionelle Brennholzaufbereitung geboten. Zudem wird mit Feuerschalen und einer Pellet-Feuersäule den Besuchern kräftig eingeheizt. Gerade für den kommenden Herbst und Winter bieten natürliche Brennstoffe eine angenehme Wärme im Haus. Als ein Programmpunkt, wird ein Profi-Holzspalter ausgestellt, der mit über 80 Tonnen Druck jede Baumscheibe zu handlichem Brennholz verarbeitet.
Was hat der Betriebshilfsdienst und Maschinenring mit Brennstoffen zu tun?
Der Betriebshilfsdienst ist nicht nur in sozialen Notlagen stark. Mit seinem Tochterunternehmen, dem Biomassehof in Borlinghausen, beschäftigt er sich schon seit 2006 mit dem Thema holzige Biomasse. „Wir leben in dem dünnst besiedelten Kreis in ganz NRW. Viele Häuslebesitzer haben überproportional viel Wohnfläche im Gegensatz zur Stadt“, sagt Jens Hoppe vom Betriebshilfsdienst & Maschinenring. „Diesen Fakt sehen wir bei uns im Kreis nicht als Nachteil, sondern als eine große Chance.“ Da im ländlichen Raum viele Brennstoffe in Form von Holz direkt vor unserer Haustür wachsen, haben die heimischen Land- und Forstwirte dieses seit langer Zeit für sich erkannt und können einen Teil Ihrer Einkünfte aus der Pflege der heimischen Kulturlandschaft und Holzaufbereitung generieren.
Simone Köring: „Die Familien haben ein gemeinsames Thema, was sie bewegt und sie kommen dadurch wieder mehr in den Austausch.“
Die Rohstoffe für diese Produkte fallen häufig als Nebenprodukt, zum Beispiel bei der Landschaftspflege oder bei Verkehrssicherungsmaßnahmen, an. Auch das Thema Mikrowärmenetze findet im Kreis Höxter immer mehr Beachtung. Bereits jetzt haben sich viele Familien zusammengeschlossen, um mit kleinen Wärmenetzen ihre Wohnungen und Häuser zu beheizen. Hierbei werden zentral von einer Wärmequelle aus gleich mehrere Wohneinheiten beheizt. Als Brennstoff bieten sich dabei in der Regel Hackschnitzel an, die in der nahen Umgebung gewonnen wurden. „Neben der Wärmeversorgung spielt beim Aufbau von Mikrowärmenetzen auch die soziale Komponente eine wichtige Rolle. Die Familien haben ein gemeinsames Thema, was sie bewegt und sie kommen dadurch wieder mehr in den Austausch“, weiß Simone Köring vom Betriebshilfsdienst & Maschinenring zu berichten.
Foto: Betriebshilfsdienst & Maschinenring Höxter-Warburg