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Mittwoch, 21. Januar 2026 Mediadaten
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Höxter (TKu). Paukenschlag auf der jüngsten Jahreshauptversammlung des Löschzuges Höxter am vergangenen Wochenende: Bürgermeister Daniel Hartmann ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu erscheinen, um eine richtungsweisende Entscheidung der Stadtverwaltung bekannt zu geben.

In seiner Ansprache vor Dutzenden Feuerwehrkameradinnen und -kameraden bezog sich Bürgermeister Hartmann ausführlich auf den Zustand und die Zukunft des Feuerwehrgerätehauses in der Höxteraner Kernstadt. Dabei machte er deutlich, dass man sich den baulichen Zustand des in die Jahre gekommenen Gebäudes am Petriwall 19 genauer anschauen müsse, um wirtschaftlich tragfähige Entscheidungen für die Zukunft treffen zu können.

Das Feuerwehrgerätehaus, das im Jahr 1974 fertiggestellt und seinerzeit mit einem Bauvolumen von rund 1,9 Millionen D-Mark errichtet wurde, sei über Jahrzehnte hinweg zwar immer wieder punktuell instand gehalten und nachgebessert worden, befinde sich inzwischen jedoch in einem insgesamt deutlich sanierungsbedürftigen Zustand. Zuletzt erhielt das Hauptgebäude ein neues Schrägdach, außerdem wurde ganz aktuell ein Anbau für die Spinde der Einsatzkleidung errichtet, der in den kommenden Wochen erst bezogen werden soll. Die Spinde zum Umziehen befinden sich derzeit noch hinter den Einsatzfahrzeugen, was aus vielen Gründen nicht mehr zeitgemäß ist.

Aus Sicht des Bürgermeisters habe sich insgesamt ein erheblicher Investitionsstau aufgebaut, der nun ein entschlossenes und strategisches Handeln erfordere. Daniel Hartmann betonte, dass das Gebäude sowohl baulich als auch energetisch nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und den Anforderungen vergleichbarer Feuerwehren entspreche. Der hohe Energieverbrauch sei aus Klimaschutzgründen ebenso wenig vertretbar wie aus langfristiger Kostensicht.

Vor allem aber stelle der Brandschutzbedarfsplan diverse Defizite fest. Darin werde klar aufgezeigt, dass das bestehende Raumprogramm nicht mehr zeitgemäß sei: Es fehle an Platz, Funktionsbereiche seien nicht sinnvoll zusammengeführt, eine konsequente Trennung von Schwarz- und Weiß-Bereichen sei nicht gegeben und notwendige Erweiterungsreserven für die Zukunft fehlten schlichtweg. Diese Defizite wirkten sich nicht nur auf die Abläufe im Einsatzfall aus, sondern auch auf Ausbildung, Kameradschaft und Nachwuchsarbeit.

Genutzt werde das Feuerwehrgerätehaus sowie die Fahrzeughallen der gegenüberliegenden ehemaligen Rettungswache zudem auch durch Einheiten aus den Ortschaften, wie Löschzugführer Steven Noble auf der Versammlung erklärte. Dort lagerten beispielsweise zentrale Materialbestände.

Vor diesem Hintergrund skizzierte der Bürgermeister zwei grundsätzliche Handlungsoptionen: Zum einen die Sanierung des Bestandsgebäudes und zum anderen einen Neubau am bestehenden, zentral gelegenen Standort. Die Leitfrage laute dabei, was wirtschaftlich vertretbar, funktional sinnvoll und dauerhaft tragfähig sei. Um diese Fragen faktenbasiert und nachvollziehbar beantworten zu können, habe die Stadt Höxter eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Diese werde von einem externen Planungsbüro aus Nordrhein-Westfalen erarbeitet, wobei die Feuerwehr eng in den Prozess eingebunden werden soll. Das Planungsbüro agn Niederberghaus & Partner GmbH aus Ibbenbüren verfüge laut Hartmann über umfangreiche Erfahrungen im Bau und in der Sanierung von Feuerwehrhäusern. Der Bürgermeister machte deutlich, dass er auf Fakten statt auf Bauchgefühl setze.

Die Machbarkeitsstudie soll nach aktuellem Stand im Herbst 2026 abgeschlossen und vorgestellt werden. Spätestens dann müsse von politischer Seite eine Entscheidung darüber getroffen werden, wie es mit dem Feuerwehrgerätehaus in Höxter weitergehe, so Hartmann. Dabei vertrat der Bürgermeister eine klare Haltung: keine Flickschusterei, keine Stückwerklösungen und keine endlosen Nachbesserungen. Ziel sei vielmehr eine nachhaltige Lösung mit Bestand für Jahrzehnte – funktional, wirtschaftlich und zukunftsfähig.

Es solle an einer Lösung gearbeitet werden, die die Einsatzsicherheit gewährleistet, Raum für die beiden hauptamtlichen Gerätewarte, für die Einsatz- und Übungsfähigkeit der freiwilligen Kräfte sowie für deren Gemeinschaft bietet, den Nachwuchs stärkt und der Bedeutung der Feuerwehr insgesamt gerecht wird. Denn, so betonte der Bürgermeister abschließend, die Feuerwehr sei das Rückgrat der Sicherheit in der Stadt Höxter – und dieses Rückgrat müsse dauerhaft stark aufgestellt sein.

Auch der Vorsitzende des Ortsausschusses Höxter, Ralf Dohmann, unterstrich die Notwendigkeit einer baulichen Veränderung. Es gehe dabei nicht um Komfort, sondern um die Gewährleistung der Sicherheit der Menschen im Stadtgebiet Höxter, so Dohmann. Wehrleiter Jürgen Schmits betonte in seiner Ansprache, dass die Angelegenheit ernst genommen werde und nun spürbar an Schwung aufnehme.

Fotos: Thomas Kube

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