Höxter (red). Für Alina Dick, Malina Mitrovica, Hannah Meffert und Lea-Marie Sonntag ist Rom kürzlich zur Bühne internationaler Diplomatie geworden. Die vier Q1-Schülerinnen des König-Wilhelm-Gymnasiums (KWG) nahmen gemeinsam mit ihren betreuenden Lehrkräften Jana Fritzemeier und Oliver Braß an einer dreitägigen „Model United Nations“-Konferenz teil und schlüpften dabei in die Rolle von Delegierten verschiedener Staaten. Ergänzt wurde das Programm durch einen zusätzlichen Tag zur Erkundung der italienischen Hauptstadt und zum interkulturellen Austausch.
Intensive Vorbereitung und eigenständige Organisation
Das „Model United Nations“ simuliert die Arbeitsweise der Vereinten Nationen. Jugendliche vertreten dabei die Positionen ihnen zugewiesener Staaten, verfassen im Vorfeld sogenannte Position Papers, halten Reden, führen Debatten und verhandeln Resolutionen. Ziel ist es, politische Entscheidungsprozesse nachvollziehbar zu machen und diplomatische Kompetenzen zu stärken.
Die KWG-Schülerinnen übernahmen einen Großteil der Organisation eigenständig. Bereits Monate vor der Konferenz begannen sie mit intensiven Recherchen zu ihren Ländern und Themenfeldern. Auch die Finanzierung unterstützten sie aktiv durch regelmäßig organisierte Kuchenverkäufe. Darüber hinaus erhielt das Projekt Unterstützung durch den Förderverein des KWG sowie die Bürgerstiftung Höxter.
Globale Themen im Fokus der Debatten
Während der Konferenz vertraten die Teilnehmerinnen die Länder Türkei, Schweden, Estland und Nigeria. In ihren jeweiligen Komitees setzten sie sich mit aktuellen weltpolitischen Herausforderungen auseinander. Diskutiert wurden unter anderem der Ukrainekrieg, Regulierungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, die Zusammenarbeit mit dem globalen Süden sowie die Sicherung internationaler Lieferketten und Seehandelswege.
Neben den formellen Sitzungen boten gemeinsame Abendveranstaltungen Raum für Begegnungen mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern, darunter Malaysia, die USA, Costa Rica und Oman. Der internationale Austausch wurde von den Beteiligten als besonders bereichernd wahrgenommen.
Auszeichnung und feierlicher Abschluss bei der FAO
Ein Höhepunkt der Reise war die Abschlusszeremonie im Plenarsaal der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) in Rom. In dem historischen Gebäude fanden feierliche Reden statt, darunter auch Beiträge der Vorsitzenden der letzten Plenarsitzung.
Besondere Anerkennung erhielt Alina Dick: Sie wurde für eines der besten Position Papers ausgezeichnet. Gewürdigt wurden ihre intensive Recherche sowie die fundierte Darstellung der politischen Position ihres vertretenen Landes.
Nachhaltige Eindrücke und wertvolle Erfahrungen
Die Teilnahme an der internationalen Konferenz bot den Schülerinnen nicht nur die Möglichkeit, ihre rhetorischen Fähigkeiten und ihr politisches Verständnis zu vertiefen. Sie gewannen zudem einen praxisnahen Einblick in diplomatische Prozesse und knüpften internationale Kontakte.