Ovenhausen (red). Die Löschgruppe Ovenhausen der Freiwilligen Feuerwehr hat bei ihrer Jahreshauptversammlung am 28. März 2026 auf ein arbeitsreiches Jahr 2025 zurückgeblickt. Löschgruppenführer André Meyer sprach von einem „herausfordernden, aber erfolgreichen Jahr“. Auch wenn die Zahl der Einsätze mit 15 vergleichsweise niedrig gewesen sei, habe die 37-köpfige aktive Mannschaft zahlreiche Aufgaben bewältigt, die deutlich über den klassischen Einsatzdienst hinausgingen.
Einsätze und Absicherung des Heimatfestes
Die Bilanz für 2025 umfasst vier Brände, elf Hilfeleistungen und eine Alarmübung. Besondere Bedeutung kam nach Angaben der Wehr der Absicherung des Heimatfestes zu. Dort übernahmen die Einsatzkräfte 17 Stunden lang die Umzugsbegleitung und arbeiteten mit einem detaillierten Feuerwehreinsatzplan. Stellvertretender Standbrandmeister Michael Dierkes erklärte: „Solche Großveranstaltungen zeigen, wie wichtig eine gut aufgestellte Feuerwehr für den ländlichen Raum ist“.
Neben dem Einsatzgeschehen standen auch Übungsdienste, Brandschutzerziehung, Hydrantenkontrollen sowie die Planung eines neuen Hilfeleistungslöschfahrzeugs im Mittelpunkt. Einen großen Teil des Jahres prägte zudem der Umbau des Gerätehauses, bei dem erhebliche Eigenleistungen eingebracht wurden. Nach Angaben der Beteiligten steht das Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt Höxter kurz vor dem Abschluss. André Meyer sagte dazu: „Es war eine Mammutaufgabe, aber wir sind auf der Zielgeraden“. Dezernent Stefan Fellmann von der Stadt Höxter betonte: „Die Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Partner – wir freuen uns, dass die Baustelle bald Geschichte ist.“
Jubiläum, Jugendfeuerwehr und Auszeichnungen
Für 2026 richtet sich der Blick bereits auf das 90-jährige Bestehen der Löschgruppe, das im Juli gefeiert werden soll. Parallel dazu bleibt die Nachwuchsarbeit ein zentrales Thema. Die Jugendfeuerwehr zählt aktuell zwölf Mitglieder. Jugendfeuerwehrwart Benedikt Hofbauer hob deren Bedeutung hervor und sagte: „Die Jugend ist unsere Zukunft“.
Mehrere Nachwuchskräfte wurden im Rahmen der Versammlung ausgezeichnet. Louis Knickelmann erhielt die „Jugendflamme 1“. Theodor Mitev, Leander Hofbauer und Felias Janzen wurden mit der „Jugendflamme 2“ geehrt. Die „Leistungsspange“ ging an Elias Rivas, Julian Werpup und Leon Jahnel.
Auch langjährige Mitglieder der Einsatzabteilung wurden ausgezeichnet. Steffen Ludwig erhielt für 25 Jahre Dienst das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber des Landes NRW, Christoph Klocke wurde für 35 Jahre mit dem Ehrenzeichen in Gold geehrt. Vom Verband der Feuerwehren in NRW wurden Markus Klocke für zehn Jahre mit Bronze, Michael Bömelburg für 40 Jahre mit Silber sowie Josef Engel mit Gold ausgezeichnet. Zudem gab es mehrere Beförderungen. Elias Rivas wurde zum Feuerwehrmann ernannt, Jonas Behrenberg und fünf weitere Kameraden zu Hauptfeuerwehrmännern. Stefan Dohmann trägt nun den Dienstgrad Brandmeister.
Förderverein und starke personelle Basis
Ein weiterer wichtiger Schritt erfolgte am 30. März 2026 mit der offiziellen Eintragung des Fördervereins der Löschgruppe Ovenhausen ins Vereinsregister. André Meyer erklärte: „Damit haben wir eine wichtige Säule für die finanzielle und ideelle Unterstützung unserer Arbeit“. Die erste Jahreshauptversammlung des Vereins fand noch vor der Feuerwehrversammlung statt.
Insgesamt zählt die Löschgruppe Ovenhausen 65 Mitglieder. Dazu gehören 37 Aktive, zwölf Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung sowie vier sonstige Mitglieder. Ortsausschussvorsitzende Helga Winkelhahn bezeichnete diese Zahl als starkes Signal für den Ort und sagte: „Das ist eine stolze Zahl für eine ländliche Wehr“. Auch Standbrandinspektor Ralf Meyer, Löschzugführer des Zuges 4, lobte die „hervorragende Zusammenarbeit“ sowie die „unermüdliche Einsatzbereitschaft“ der Ovenhäuser Kräfte.
Mit dem abgeschlossenen Rückblick und den laufenden Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr zeigt sich die Löschgruppe Ovenhausen gut aufgestellt. André Meyer zog zum Abschluss ein positives Fazit: „Wir haben viel geschafft – und sind bereit für die nächsten 90 Jahre“.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Höxter