Höxter (TKu). Was in Los Angeles mit dem „HOLLYWOOD“-Schriftzug ins Auge sticht, gibt es nun auch in Klein in Höxter. Wer künftig in Richtung Berliner Platz zufährt, dem springt ein neuer, markanter Schriftzug ins Auge: „HÖXTER“ prangt seit Mittwoch gut sichtbar auf der Wallanlage, womit die Stadt Höxter ein selbstbewusstes Zeichen für die Stadt an der Weser setzen möchte. Was in Los Angeles längst Kultstatus erreicht hat, soll nun auch, auf die Kreisstadt an der Weser zugeschnitten, in Höxter wirken und zwar als Identifikationssymbol, Fotomotiv und Aushängeschild zugleich.
Bei einem Pressetermin am Mittwoch wurde der am Dienstag installierte neue Schriftzug offiziell enthüllt und der Öffentlichkeit präsentiert. Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Werbegemeinschaft sowie beteiligte Sponsoren kamen zusammen, um das Projekt vorzustellen, das bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Und tatsächlich: Mit einer Breite von rund 8,30 Metern und einer Höhe von über zwei Metern ist die Installation kaum zu übersehen. Sie fügt sich bewusst in das Stadtbild ein und soll künftig das Entrée zur Innenstadt prägen. Der Standort ist dabei kein Zufall. Der Berliner Platz gilt als zentraler Knotenpunkt und wichtiger Zugang zur Höxteraner Innenstadt. Genau hier soll der Schriftzug wirken, als visuelles Willkommen für Besucherinnen und Besucher ebenso wie als identitätsstiftendes Element für die Bürgerinnen und Bürger. Besonders in den Abendstunden entfaltet die Installation ihre volle Wirkung: Eine gezielte Beleuchtung sorgt dafür, dass „HÖXTER“ auch nach Sonnenuntergang strahlt und zum Blickfang wird.
Bürgermeister Daniel Hartmann zeigte sich bei der Vorstellung sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis. Der Schriftzug sei ein „markantes Wahrzeichen“, das sich harmonisch in das historische Umfeld einfüge und gleichzeitig ein modernes Zeichen setze. Gerade die Kombination aus alter Stadtmauer im Hintergrund und zeitgemäßer Gestaltung mache den Reiz aus. „Er macht Höxter sichtbar und zieht die Blicke von Bürgern und Gästen gleichermaßen auf sich“, betonte Hartmann. Insbesondere an diesem zentralen Ort komme ihm eine besondere Bedeutung zu. Möglich geworden ist das Projekt durch die Unterstützung mehrerer regionaler Akteure. Ein besonderer Dank gilt der Volksbank Höxter, Zweigniederlassung der VerbundVolksbank OWL, der Sparkasse in Höxter, dem Mode- und Sporthaus Klingemann, der Firma Knop Tiefbau sowie der Werbegemeinschaft. Gemeinsam mit Mitteln aus dem Innenstadtfonds haben sie die Realisierung des Schriftzugs entscheidend vorangetrieben. Ohne dieses Engagement wäre das Projekt in dieser Form nicht möglich gewesen. Auch aus Sicht der lokalen Wirtschaft ist der Schriftzug ein wichtiger Impuls. Jens Klingemann, einer der Sponsoren, unterstrich die Bedeutung für die Attraktivität der Innenstadt.
Fotospots wie dieser hätten sich in vielen Städten bewährt: Sie erzeugen Aufmerksamkeit, laden zum Verweilen ein und werden vor allem in sozialen Medien vielfach geteilt. Genau darin liege eine große Chance für Höxter, sich überregional sichtbarer zu machen und ein positives Image zu transportieren. Technisch überzeugt die Installation ebenfalls. Gefertigt wurde der Schriftzug aus Cortenstahl, einem besonders widerstandsfähigen Baustahl. Charakteristisch ist seine Rostoptik, die jedoch nicht Zeichen von Verfall ist, sondern im Gegenteil eine schützende Schicht bildet und das Material langlebig macht. Diese Kombination aus Robustheit und markantem Erscheinungsbild passt gut zum Konzept: modern, aber zugleich bodenständig.
Die einzelnen Buchstaben sind auf stabilen Podesten montiert und fest im Boden verankert. Die Konstruktion wurde so ausgelegt, dass sie langfristig Bestand hat und nur wenig Wartung benötigt. Damit ist der Schriftzug nicht nur ein kurzfristiger Hingucker, sondern ein dauerhaftes Element im Stadtbild. Schon jetzt deutet vieles darauf hin, dass sich der „HÖXTER“-Schriftzug schnell etablieren wird. Ähnlich wie die beliebten Märchenfiguren in der Weihnachtszeit könnte auch er zu einem festen Bestandteil der Stadtidentität werden. Besucherinnen und Besucher werden hier Fotos machen, Erinnerungen festhalten und ihre Eindrücke teilen, und so Höxter über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machen.
Fotos: Simone Kube