Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Freitag, 06. Dezember 2019 16:54 Uhr
Fast eine Millionen Euro: Höxter erhält als erste Kommune Förderung aus „Digitalpakt Schule“
Freitag, 06. Dezember 2019 11:30 Uhr

Höxter (red). Ein Beinbruch ist für Kinder in Deutschland auch nicht schön, aber heilt mit der richtigen medizinischen Behandlung in aller Regel komplikationslos ab. Anders bei Kindern in Krisengebieten: Ihnen drohen Infektionen und lebenslange Fehlstellungen. So auch bei der elfjährigen Isabella aus Angola, der ein Unfall im Alter von zwei Jahren immer noch zu schaffen macht.

2011 wurde Isabella schon einmal im St. Ansgar Krankenhaus Höxter operiert, um die schon entstandene Fehlstellung der Knochen so weit wie möglich zu korrigieren. Jetzt gab es wieder Komplikationen: eine eitrige Entzündung, die die Knochen komplett zu zerstören droht. Deshalb wird sie aktuell in Höxter ein zweites Mal behandelt. "Wir müssen jetzt erst die Infektion in den Griff bekommen, danach werden wir noch einmal operieren", erklärt ihr behandelnder Arzt und Chefarzt für Unfallchirurgie Frank Blömker. 

Etwa vier Wochen lang wird Isabella für ihre Therapie auf der Kinderstation im St. Ansgar Krankenhaus bleiben, liebevoll umsorgt von den Pflegerinnen und unterstützt von vielen Puppen und Kuscheltieren, die das Heimweh und die Sehnsucht nach ihrer Familie etwas lindern sollen. Zuhause lebt Isabella mit ihren Eltern und neun Geschwistern zusammen.

"Angola ist eigentlich ein reiches Land, aber mit extremer Ungleichheit und gebeutelt von dreißig Jahren Bürgerkrieg. Es gibt keine gute dezentrale Gesundheitsversorgung und die medizinischen Leistungen sind stark abhängig vom Geldbeutel", erklärt Frank Blömker, der durch seine Auslandstätigkeit in Brasilien mit Isabella in ihrer Muttersprache Portugiesisch sprechen kann.

Im vergangenen Jahr hat er schon zwei Jungen aus Angola unfallchirurgisch versorgt. "Es ist immer nur medizinische Einzelfallhilfe, die wir leisten können. Aber was wir hier machen, ist richtig und wichtig. Das sehen wir, wenn wir anschließend Fotos von den Kindern aus ihrem Heimatland bekommen und feststellen, wie viel besser es ihnen geht", sagt Blömker.

Vermittelt werden die Kinder über das Friedensdorf International in Oberhausen. Die Organisation wurde 1967 als Bürgerinitiative gegründet, um den unschuldigsten Opfern aus Kriegs- und Krisengebieten zu helfen, und zwar durch schnelle und unbürokratische Hilfe. 

Seit vielen Jahren kommen Kinder von dort auch ans Klinikum Weser-Egge, um die medizinische Hilfe zu bekommen, die ihnen in ihren Heimatländern niemand gewähren kann. Außerdem spenden Mitarbeiter die Cent-Beträge ihrer Gehälter für das Friedensdorf. Dabei kommen jährlich zwischen 4000 und 5000 Euro zusammen. 

Isabella wird zur Genesung nach ihrem Aufenthalt in Höxter insgesamt ein Jahr lang im Friedensdorf bleiben. Frank Blömker und sein Team begleiten sie in dieser Zeit durch regelmäßige Nachkontrollen.

Foto: KHWE

Freitag, 06. Dezember 2019 11:20 Uhr

Höxter (red). Der Arbeitskreis "Sternenkinder" am St. Ansgar-Krankenhaus in Höxter erinnert an den Gedenktag für verstorbene Kinder am Sonntag, 8. Dezember. Beim weltweiten Kerzenleuchten zünden betroffene Eltern abends um 19 Uhr eine Kerze an und stellen sie gut sichtbar ins Fenster.

Durch die Zeitverschiebung von jeweils einer Stunde erlöschen die Kerzen in einer Zeitzone und werden in der nächsten entzündet - dadurch entsteht der Eindruck einer Lichterwelle, die in 24 Stunden einmal um die gesamte Erde wandert.

Anlässlich dieses Gedenktages macht der Arbeitskreis "Sternenkinder" am  St. Ansgar Krankenhaus auf verschiedene Angebote für Eltern, die ein Kind verloren haben,  aufmerksam.  Die Gruppe besteht aus Trauerbegleiterinnen, betroffenen Müttern, einer Fachkraft für "Palliative Care", einer Ärztin und einer Psychotherapeutin.  Sie alle bieten Unterstützung für die Zeit im Krankenhaus und  für die "Zeit danach" an,  wenn sich die Trauer ihren Weg bahnt.

Es gibt verschiedene Angebote für Gespräche, Verabschiedung und Trauerverarbeitung: Der Arbeitskreis "Trauer um fehlgeborene Kinder" bietet  vierteljährlich Bestattungsfeiern zur Verabschiedung auf dem Friedhof "Am Wall" für betroffene Eltern und Angehörige an. Dort steht eine Engelsstatue mit Gedenksteinen für die bisher bestatteten Kinder. Auch dort können  Kerzen aufgestellt werden. Der Arbeitskreis lädt auch Frauen und Männer ein, deren Kind vor langer Zeit verstorben sind und für die es keine Grabstelle gibt. Auch sie können an einer Bestattungsfeier teilnehmen, einen Gedenkstein beschriften oder am Gedenktag ein Licht anzünden.

Darüber hinaus gibt es einen monatlichen Gesprächskreis für betroffene Eltern, der von erfahrenen Trauerbegleiterinnen geführt wird. Für Fragen steht Friedhilde Lichtenborg, Krankenhausseelsorgerin am St. Ansgar Krankenhaus, unter Telefon 05271/66 18 17 01 oder per E-Mail unter f.lichtenborg@khwe.de zur Verfügung. Weitere Infos gibt es unter www.grabfeld-hoexter.de

 Foto: Symbolfoto

Donnerstag, 05. Dezember 2019 12:33 Uhr

Ob mit Weihnachtsmütze oder Glühwein in der Hand: Die Landesgartenschau sucht die kreativsten Weihnachtsfotos mit dem Höxter-Stuhl „HX2go“ vor dem historischen Rathaus. Zu gewinnen gibt es Gutscheine der Werbegemeinschaft Höxter. „Der ‚HX2go‘ soll ein Aushängeschild der Stadt Höxter werden und als Fotoobjekt immer wieder in Höxter und der Umgebung auftauchen“, sagt LandesgartenschauGeschäftsführerin Claudia Koch. „Die Foto-Aktion soll der Auftakt dafür und für viele weitere Foto-Wettbewerbe sein.“ Der XXL-Stuhl in knallrot entstand zusammen mit Landschaftsarchitektur-Studenten der Technischen Hochschule OWL und steht seit Juni vor dem historischen Rathaus. „Die Fotos sollen auf jeden Fall kreativ sein“, sagt Geschäftsführerin Koch. Außerdem sollen sie Weihnachten als Thema aufgreifen. „Einfach nur auf dem Stuhl sitzen und in die Kamera lachen reicht nicht. Das Foto soll ein Aushängeschild für die Stadt Höxter sein – wie unser Stuhl. Wir sind gespannt, welche Ideen sich die Höxteraner einfallen lassen.“

Der Wettbewerb läuft vom 6.12.19 bis 16.12.19 um 12 Uhr. Die Fotos können entweder an die Facebook-Seite der Landesgartenschau (https://www.facebook.com/landesgartenschau. hoexter.2023/) oder per Mail an p.schoening@hoexter.de geschickt werden. Anschließend werden alle Fotos auf der Facebook-Seite der Landesgartenschau veröffentlicht. Bis zum 20.12.19 um 12 Uhr können alle Nutzer per Like über ihr Lieblingsfoto abstimmen. Die drei Fotos mit den meisten Likes werden im Anschluss benachrichtigt und erhalten jeweils einen Gutschein der Werbegemeinschaft über 30 Euro. Die Fotos werden zudem auf dem Instagram-Kanal der Landesgartenschau veröffentlicht. Die Übergabe der Gutscheine findet am 23.12.19 um 11 Uhr am Höxter-Stuhl statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: LGS gGmbH

Donnerstag, 05. Dezember 2019 12:20 Uhr

Lüchtringen (red). Auch in diesem Jahr lädt die SPD Lüchtringen am Samstag, 7. Dezember alle Kinder bis zum 10. Lebensjahr mit Eltern, Oma und Opa ein, um gemeinsam den Nikolaus zu empfangen. Die Nikolausfeier findet in der Aula der Grundschule Lüchtringen statt, Einlass ist um 15:30 Uhr. In diesem Jahr wird der Zauberer Wernando Putschino mit seinen Zaubertricks die Kinder in seinem Bann ziehen, um die Wartezeit, die für Kinder immer sehr lang ist, zu überbrücken. Im Anschluss an die Zauberaufführung spielt die Lüchtringer Blaskapelle Weihnachtslieder bis zum Eintreffen von Nikolaus und Knecht Ruprecht. Zum Abschluss der Nikolausfeier gib es für jedes Kinder einen Stutenkerl und eine Tüte weihnachtlicher Leckereien.

Blaulicht
Freitag, 06. Dezember 2019 11:37 Uhr
Vierstelliger Sachschaden bei Einbruch
Donnerstag, 05. Dezember 2019 10:13 Uhr

Höxter (red). Schwer verletzt wurde am Mittwochabend gegen 17:45 Uhr der Fahrer eines Golf 1 in der Corbiestraße mitten in der Innenstadt von Höxter. Der Fahrer des Golf war laut Polizeiangaben aus Richtung Corvey kommend verkehrt herum in die enge Einbahnstraße in Richtung Grubestraße gefahren. Ein entgegenkommender SUV Hyundai Tucson konnte nicht mehr ausweichen, wodurch beide Fahrzeuge frontal miteinander kollidiert sind. Der Golffahrer musste vom Rettungsdienst und Notarzt versorgt und in ein Krankenhaus transportiert werden. Während der Rettungsarbeiten und der Bergemaßnahmen durch ein Abschleppunternehmen blieb die Corbiestraße während des Einkaufsverkehrs komplett gesperrt.

 

Foto: red

 

 

Mittwoch, 04. Dezember 2019 11:35 Uhr

Warburg (red). Am Mittwochmorgen, 04.12.2019, gegen 07:05 Uhr, hat sich an der Einmündung der Kreisstraße 25 auf die Bundesstraße 252 ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem zwei junge Frauen (18 und 19 Jahre alt) und ein Mann (54 Jahre alt) schwer verletzt wurden. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der 54-jährige Warburger mit seinem Skoda die K 25 aus Richtung Germete kommend und wollte an der Einmündung zur B 252 in Richtung Warburg nach links abbiegen. Dort übersah er die bereits auf der B 252 befindliche, aus Richtung Peckelsheim kommende, 18-jährige Fahrerin eines Pkw VW Polo (wohnhaft in Borgentreich). Es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Die beiden Fahrzeugführer und eine 19-jährige Beifahrerin (wohnhaft in Warburg) im Polo wurden verletzt. Sie wurden mittels Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Im Zuge der Unfallaufnahme kam es zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Fahrbahnen wurden teilweise komplett gesperrt und der Verkehr musste abgeleitet werden. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt und mussten von der Unfallstelle abgeschleppt werden. Gegen 09:30 Uhr konnte die Strecke für den Verkehr wieder freigegeben werden

Mittwoch, 04. Dezember 2019 10:47 Uhr

Höxter (red). Am Dienstag, den 3. Dezember, gegen 19:10 Uhr, stellte eine Mitarbeiterin eines Lebensmitteldiscounters zwei männliche Personen im Lagerraum des Geschäftes fest. Diese hatten sich unberechtigt Zutritt zu den Räumlichkeiten verschafft und versuchten gerade einen Schrank aufzubrechen. Als sie die Angestellte bemerkten flüchteten sie ohne Beute durch ein Fenster in unbekannte Richtung.

Im Geschäft wurde zuvor eine weitere Person festgestellt, welche offensichtlich Angestellte durch Befragungen zu Produkten abgelenkt hatte. Alle drei Tatverdächtigen werden als etwa 30 Jahre alt, 1,70 Meter groß, mit dunklen Haaren und von südländischem Erscheinungsbild beschrieben.

Wer zur oben genannten Zeit ebenfalls verdächtige Feststellungen gemacht hat, oder Hinweise zu den Tatverdächtigen geben kann, wird gebeten sich bei der Polizei in Höxter unter 05271/9620 als Zeuge zur Verfügung zu stellen.

Mittwoch, 04. Dezember 2019 10:26 Uhr

Kreis Höxter (red). Am vergangenen Montag informierte sich Landrat Friedhelm Spieker über die beiden neuen Streifenwagenmodelle, die künftig von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Kreis Höxter genutzt werden. Die neuen Funkstreifenwagen sind vom Typ Mercedes Vito und vom Typ Ford S-Max. Beide verfügen über Dieselmotoren mit 190 PS.

"Die neuen Streifenwagen wurden so ausgewählt, dass sie angemessen ausgestattet sind und dem anspruchsvollen Polizeialltag gerecht werden", konnte Polizeidirektor Christian Brenski dem Landrat berichten. Beim Anblick des nun vorhandenen Platzangebotes in den Fahrzeugen zeigte sich Landrat Spieker auch zufrieden: "Endlich haben auch größer gewachsene Polizistinnen und Polizisten ausreichend Platz an ihrem täglichen Arbeitsplatz", denn, sowohl im Fahrer- als auch im Fahrgastraum ist mehr Platz und auch der Umfang der mitzuführenden Ausrüstung wurde bei der Auswahl berücksichtigt.

Zusätzlich zum Blaulicht besitzen die beiden Fahrzeuge Front- und Kreuzungsblitzer, damit der Wagen bei Einsatzfahrten noch besser wahrgenommen wird, etwa beim Einfahren in eine Kreuzung. Ebenso ist die Heckklappe innen mit Warnblinklicht für den rückwärtigen Verkehr ausgestattet, damit der Streifenwagen auch bei geöffneter Position gut sichtbar ist. Weiter trägt die auffällige blaue und neongelbe Folierung der Einsatzfahrzeuge zur bessern Sichtbarkeit und mehr Sicherheit bei. In den kommenden Monaten werden die bisherigen BMW-Streifenwagen nach und nach durch die neuen Einsatzfahrzeuge ersetzt. Insgesamt werden bis zum Jahr 2021 landesweit in NRW rund 2200 Fahrzeuge ausgewechselt.

Die Kreispolizeibehörde Höxter mit ihren Standorten in Höxter, Bad Driburg und Warburg hat insgesamt 14 Ford S-Max und 7 Mercedes Vito bestellt. Dieser Umtausch soll innerhalb des Jahres 2020 abgeschlossen werden.

Foto: Polizei

 

Politik
Mittwoch, 04. Dezember 2019 10:57 Uhr
SPD: Landesregierung leitet Gelder für Integration nicht in den Kreis Höxter
Montag, 02. Dezember 2019 11:00 Uhr

Kreis Höxter/Berlin (red). „Jetzt kommt es darauf an, dass tatsächlich Teamgeist im Bundesvorstand und der Gesamtpartei geübt wird über Gremien-, Arbeits- und Interessenkreise hinweg!“ Das ist der erste Wunsch, den der SPD-Kreisvorsitzende Helmut Lensdorf nach dem Mitgliedervotum an seine Partei richtet. Lensdorf: „Der Kreisverband Höxter gratuliert Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans zu ihrem Erfolg beim zweiten Mitgliedervotum. Ihr habt die Aufgabe, in die Partei hinein Brücken zu bauen und nach außen die Partei zu stärken und erkennbarer zu machen!“ Dabei hätten die beiden designierten Vorsitzenden die Unterstützung der Gesamtpartei verdient. Lensdorfs Dank richtet sich an Klara Geywitz und Olaf Scholz, „die den innerparteilichen demokratischen Prozess erheblich bereichert haben und sich jetzt solidarisch hinter das künftige Führungsduo stellen“.

Der Kreisvorsitzende schätzt die Auswirkungen auf die von CDU und SPD getragene Bundesregierung „spannend“ ein: „Unbequem wird es für diejenigen, die es sich in der sogenannten GroKo gemütlich gemacht haben. Der immer noch viel zu starke Neoliberalismus muss jetzt klar zurückgewiesen werden!“ Bei der Grundrente – inzwischen als Respektrente gewürdigt - sei eine gute Lösung gefunden worden. Beim Klimapaket andererseits habe der neoliberale Wirtschaftsflügel der CDU verheerenden Einfluss gehabt. Das müsse korrigiert werden. Auch die Tarifbindung für Löhne müsse gestärkt werden. Davon könnten auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Kreis Höxter profitierten. „Wenn in der Union die wertkonservativen, aber aufgeschlossenen und christlich-sozialen Kräfte stärker werden, kann die Koalition weitergeführt werden. Ansonsten sollte sie geordnet beendet werden“, so Lensdorf.

Der Erneuerungsprozess in der SPD habe mit der Mitgliederbefragung eine wichtige Phase erfolgreich bestanden, ergänzt der Vorsitzende der Juso im Kreis Höxter, Bori Schmidt.  Beide Kreispolitiker freuen sich, dass sich Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans klar zu solidarischen Prinzipien bekannt haben, den langjährigen NRW-Ministerpräsidenten Johannes Rau zitierend: „Sozialdemokratie ist das Bündnis derjenigen in der Gesellschaft, die Solidarität brauchen, mit denjenigen, die Solidarität geben und leben wollen.“ Es verbinde die Generationen. Beim Bundesparteitag am kommenden Wochenende vertritt Bori Schmidt den Kreisverband Höxter als Delegierter. Der junge Kommunalpolitiker: „Ich fahre hochmotiviert nach Berlin.“

Donnerstag, 28. November 2019 14:55 Uhr

Höxter (red). Der Kreis Höxter ist einer von 18 ausgewählten Landkreisen, die an dem bundesweiten Modellprojekt „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ teilnehmen. Beim Startschuss in Berlin überreichte die Bundesministerin für die ländlichen Räume, Julia Klöckner, dem Landrat des Kreises Höxter, Friedhelm Spieker, einen Förderbescheid in Höhe von fast 360.000 Euro. „Darin sehe ich eine außerordentliche Wertschätzung des Ehrenamtes im ländlichen Raum“, sagte Spieker. Das gemeinsame Vorhaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und des Deutschen Landkreistages hat das Ziel zu erproben, wie auf Kreisebene erfolgversprechende und nachhaltige Strukturen zur Stärkung und Begleitung des Ehrenamts aufgebaut und verbessert werden können. Etwa, indem den Verantwortlichen in Vereinen hauptamtliche Strukturen zur Seite gestellt werden, wenn es um die Bewältigung von Rechts- und Finanzfragen geht. 

„Damit wollen wir es Bürgerinnen und Bürgern noch einfacher und attraktiver machen, für andere aktiv zu werden“, sagte Ministerin Klöckner. In der Stärkung des Ehrenamts sieht sie ein „wirksames Konjunkturprogramm zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse“. 

Landrat Friedhelm Spieker hob das ausgeprägte bürgerschaftliche Engagement im Kreis Höxter hervor. „Mehr als 20 Prozent der Bürgerinnen und Bürger bei uns im Kulturland setzen sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen ein“, sagte Spieker. Im Kreis Höxter engagieren sich 27.000 Ehrenamtliche in mehr als 1.400 Vereinen. „Sie bereichern auf vielfältige Weise unser kulturelles, sportliches und soziales Leben“, betonte Spieker. Im Rahmen des Modellvorhabens wird der Kreis Höxter eine Geschäftsstelle Ehrenamt einrichten, die Anfang 2020 an den Start gehen wird. Über eine Projektlaufzeit von drei Jahren wird sie für die Ehrenamtlichen im gesamten Kreisgebiet ein ständiger Ansprechpartner sein und eine vernetzende, koordinierende sowie beratende Funktion übernehmen. Eine weitere Aufgabe wird es sein, analoge und digitale Strukturen aufzubauen und Austauschmöglichkeiten zu schaffen, um die Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. 

Einstimmig hatte der Kreistag am 1. Oktober beschlossen, dass der Kreis Höxter den Eigenanteil für das Modellprojekt in Höhe von insgesamt 40.000 Euro bereitstellen wird. Damit stehen für den Aufbau unterstützender Strukturen für das Ehrenamt über die Projektlaufzeit von drei Jahren insgesamt 400.000 Euro zur Verfügung.

Foto: Kreis Höxter

Wirtschaft
Donnerstag, 05. Dezember 2019 14:43 Uhr
Redaktionelles Praktikum bei den Onlinezeitungen Weser-Ith-, Holzminden- und Höxter-News
Donnerstag, 05. Dezember 2019 12:37 Uhr

Holzminden/Höxter (red). Bereits zum dritten Mal hat das Innovationsnetzwerk Holzminden-Höxter am 26.11.2019 zu einer Konferenz eingeladen. In diesem Jahr fand das Future-Meeting im Berufskolleg Kreis Höxter statt. Ziel des Future Meetings war, sowohl ein Resümee zu ziehen, als auch den Blick nach vorne zu richten und mit regionalen Akteuren der Wirtschaft, Bildung und Verwaltung zu erarbeiten, was sie zukünftig vom Netzwerk erwarten.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Projektleiter Carl-Otto Künnecke, der über die bisherige Entwicklung des Netzwerkes und die erfolgreich umgesetzten Projekte berichtete. Auch Marie Ting von der Südwestfalen Agentur GmbH kann bereits auf 11 Jahre erfolgreiche Netzwerkarbeit zurückblicken. Die Südwestfalen Agentur ist eine Entwicklungsgesellschaft, die regionale Kräfte der Politik und Wirtschaft zur wettbewerbsfähigen Positionierung der Region bündelt. Ihr Vortrag zum Thema „Halten, werben, binden. Wie Südwestfalen mit der Kampagne „Alles Echt“ um Fachkräfte wirbt“ war zugleich Inspiration und Ermutigung für die Teilnehmer des Future Meetings. „Der Prozess in unserer Region befindet sich zwar noch am Anfang, aber wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Arbeit die Entwicklung der Region maßgeblich vorantreiben können. Die erzielten Erfolge und der vielfältige Zuspruch der Unternehmen bestärkt uns in unserer täglichen Arbeit“, resümiert Projektleiter Carl-Otto Künnecke.

Im Anschluss hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich in vier unterschiedlichen Workshops zu den Themen: „Superheldenausbildung“, „Länderübergreifendes Qualifizierungsnetzwerk“, „Netzwerk der Meister/Ausbilder/Personalverantwortlichen“ und einem „themenoffenen Workshop“ zu beteiligen und so die zukünftige Arbeit des Netzwerkes zu beeinflussen und aktiv mitzugestalten. Von klassischen Workshops mit Flipchart über Workshops mit mobilen Endgeräten, war die Arbeit zu den unterschiedlichen Themen vielfältig ausgestaltet. Gemeinsam hatten sie die intensive Beteiligung der Teilnehmer. Die Arbeit des Innovationsnetzwerkes und aller durchgeführten Projekte wird maßgeblich vom Mitwirken der beteiligten Akteure, insbesondere der Wirtschaft, bestimmt. Grundsätzlich werden nur Projekte durchgeführt, die nachgefragt werden und für die es einen hinreichend großen Bedarf seitens der Wirtschaft gibt. Aus diesem Grund ist ein beständiger und reger Austausch mit den regionalen Akteuren und Vertretern aus unterschiedlichen Branchen von höchster Relevanz.

In der anschließenden Ergebnispräsentation der Workshops wurde deutlich, dass es noch eine Vielzahl an Themen gibt, die die Wirtschaft bewegen. Geprägt wurden die Workshops durch eine gemeinsame Auffassung: Die Akteure aus der Region Holzminden-Höxter müssen enger zusammenrücken, die Kräfte bündeln und Synergien noch besser nutzen bzw. nutzbar machen. Die länderübergreifende Zusammenarbeit ist für die Region eine Chance, die genutzt werden muss. Und allen voran, dass sich die Region mit seinen attraktiven Möglichkeiten nicht hinter einer Großstadt verstecken muss. Weitere Informationen zum Innovationsnetzwerk Holzminden-Höxter unter www.weserallianz.de

Foto: Weser Allianz

Donnerstag, 05. Dezember 2019 10:17 Uhr

Höxter (TKu/WBK). Hochmodern, auf neuestem Stand der Technik und dazu noch ein traumhafter Ausblick - Das ist Rehabilitation auf höchstem medizinischen Niveau: Die Asklepios Weserbergland-Klinik feiert in diesen Tagen ihren 70. Geburtstag. Nach erfolgreich abgeschlossenem Umzug in den Klinik-Neubau freuten sich Geschäftsführer Rüdiger Pfeifer und Klinikmanagerin Anna Rehrmann bereits über zahlreiche Geburtstagsglückwünsche. Zu den Gratulanten zählte auch Höxters Bürgermeister Alexander Fischer. „Seit ihrer Gründung nach dem zweiten Weltkrieg ist die Weserberglandklinik zu einem festen Bestandteil und zu einem wichtigen Kooperationspartner unserer Stadt geworden“, so Fischer. In den vergangenen 70 Jahren habe sich die Klinik zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der Stadt entwickelt und sei ein Aushängeschild weit über die Grenzen der Region hinaus. „Unzählige Patienten wurden in unserer Fachklinik behandelt sowie eine Generation von Physiotherapeuten und Krankengymnasten hier ausgebildet“, ergänzte Höxters Stadtoberhaupt. „Sowohl mit ihren Grundsätzen Qualität, Innovation und soziale Verantwortung als auch durch die prominente Lage am Räuschenberg prägt die WBK nachhaltig das Bild unserer Stadt. Wir sind froh und stolz, sie bei uns in Höxter zu haben“, betonte Fischer. Bevor sich die Asklepios Weserbergland-Klinik zu Deutschlands führender Einrichtung für geriatrische und neurologische Rehabilitation und zu einem leistungsfähigen Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen entwickeln konnte, waren bewegte Zeiten zu überstehen. 1939 erfolgte der erste Spatenstich der als Wehrmacht-Lazarett geplanten Anlage. Doch der Klinik-Bau konnte bis 1945 nicht fertiggestellt werden. Der Lazarettkomplex beherbergte zunächst 500 ehemalige Kriegsgefangene aus Russland, die an Tuberkulose erkrankt waren, britische Soldaten sowie Flüchtlinge. Im Dezember 1949 schlug dann die eigentliche Geburtsstunde der

heutigen Asklepios Weserbergland-Klinik GmbH, in den „Gründerjahren“ nach dem zweiten Weltkrieg. Der damalige Bankdirektor Wolf Fahrenberg plante gemeinsam mit drei Ärzten eine biophysikalische Arbeitsgemeinschaft zu gründen. Die Gründer ahnten noch nicht, dass aus dieser Keimzelle später Deutschlands erste bedeutende Rehaklinik entstehen würde. Auf der Suche nach einem passenden Gebäude stießen die vier auf das Bundesbahn-Krankenhaus. Der Ort war zugleich Namensgeber: „Krankenhaus am Räuschenberg“. Der Start erfolgte mit 23 Betten, bereits Ende 1951 waren bereits 200 Betten belegt. In den Jahren 1966 bis 1969 folgte dann ein nächster wichtiger Schritt: Durch die Errichtung eines großen Erweiterungsbaus mit Bettenhaus, Therapie- und Wirtschaftsgebäude steigt die Zahl der Betten auf 479 – ein großer Durchbruch. 70 Jahre später ist nun die neue Weserbergland-Klinik entstanden, auf 14 500 Quadratmetern von Grund auf neu gebaut. Im Jahr 2016 begann Asklepios mit den Planungen für einen Ersatzbau, um die räumlichen und medizintechnischen Strukturen an die aktuellen Bedürfnisse auszurichten. Es kommt nicht oft vor, dass in Deutschland eine Reha-Klinik neu errichtet wird. In der Folge investierte Asklepios 25 Millionen Euro aus Konzernmitteln – ein starkes Bekenntnis für den Standort Höxter. „Das einzigartige Therapiezentrum für neuromuskuläre Erkrankungen

konnte mit neuer High-End-Medizintechnik noch einmal verbessert werden“, betont Anna Rehrmann. „Wir setzen unter anderem auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation in Deutschland neue Maßstäbe und halten das derzeit medizinisch Machbare für unsere Patienten bereit.“ So hat sich die neue Weserbergland-Klinik in zahlreichen Bereichen verbessert – ausgehend von einem zuvor bereits sehr hohen Niveau. Das alte Klinikgebäude mit seinem Hochhaus und dem gelben Mitteltrakt soll im nächsten Jahr von Anfang Februar bis Anfang Juli abgerissen werden. Erst nach dem Abriss solle eine Geburtstagsfeier mit Tag der offenen Tür stattfinden, ergänzt die Klinikmanagerin.

Die einzelnen Fotos vom Neubau erklärt mit einigen Worten:

Das Armlabor ermöglicht eine selbstinitiierte, repetitive Arm- und Handtherapie in einem umfangreichen 3D-Arbeitsraum. Es erlaubt den Patienten funktionelle Therapie mit hohen Wiederholungsraten. Die spielerischen und motivierenden Übungen, die unsere Ergotherapeutin Michaela Schild gerade mit ihrem Patienten durchführt, können individuell an die motorischen und kognitiven Fähigkeiten angepasst werden. Vor einem großformatigen Bild des Weltkulturerbes Schloss Corvey präsentiert sich der Wartebereich im neuen Klinikgebäude großzügig und hell.

Die Räumlichkeiten für die Medizinische Trainingstherapie bieten einen traumhaften Blick über die Stadt Höxter und das idyllische Wesertal. Im neuen Brainlabor trainiert Psychologin Francis Nereira mit einem Patienten. Die verschiedenen Therapiemodule dienen der kognitiven Therapie in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen, Gesichtsfeld und Berufliche Rehabilitation. In der Asklepios Weserbergland-Klinik bieten die wohnlichen Zimmer mit ihren schönen Bädern den Reha-Patienten ein Ambiente auf hohem Niveau – förderlich für das Wohlbefinden und den Behandlungserfolg.

Im neuen Brainlabor trainiert Psychologin Francis Nereira mit einem Patienten. Die verschiedenen Therapiemodule dienen der kognitiven Therapie in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen, Gesichtsfeld und Berufliche Rehabilitation.

Das neue Therapiebad ist mit einer Gegenstromanlage ausgestattet und verfügt über eine weitläufige Außenterrasse. Dirk Pollmann hilft seiner Patientin aus dem mit 33 °C angenehm temperierten Wasser. Vor einer Alpenkulisse wieder lernen, auf verschiedenen Untergründen sicher zu gehen – Physiotherapeutin Ronja Henke übt dies mit der Patientin in der Asklepios Weserbergland-Klinik.

Physiotherapie in neuen Räumen – auch für ambulante Patienten: Übungen mit dem Thera-Band unter Anleitung von Elisabeth Hildenberg.

Fotos: Thomas Kube / connect Healthcare / Mehle Hundertmark

Sport
Samstag, 23. November 2019 13:41 Uhr
Selbstverteidigungsseminar der Sportjugend - Zielgruppe Mädchen und junge Frauen aus dem Kreis Höxter
Freitag, 22. November 2019 11:36 Uhr

Höxter (TKu). Der berühmte Ocean's-Seven-Finisher André Wiersig war am Donnerstagabend zu Gast im Fitnessstudio LangeFit in Höxter. Der IT-Berater aus Paderborn ist der erste Deutsche, der die „Ocean's Seven“ geschafft hat. So nennt sich der Wettbewerb, dessen Teilnehmer sieben Meerengen in aller Welt durchschwimmen müssen. Die längste Strecke, die er bewältigt hat, ist der Kaiwi-Kanal zwischen den Hawaii-Inseln Molokai und Oahu mit 42 Kilometern Länge. Marten und Moritz Lange von Lange.Fit waren ebenso wie Trainer Axel Czech darüber erfreut, den ambitionierten Langstreckenschwimmer für einen Vortrag in Höxter gewonnen zu haben. Nur in Badehose, mit Badekappe, Schwimmbrille und Ohrstöpseln hat der Extremschwimmer André Wiersig die Weltmeere durchquert und die „Ocean's Seven“ bezwungen. Mehr ist nicht zulässig - so sind die Regeln.

Das Wort „bezwungen“, das oft in der Presse verwendet wird, mag André Wiersig eigentlich nicht, wie er sagt. Der Ozean mache, was die Natur will - der Mensch könne diese Naturgewalten nicht beherrschen und schon gar nicht bezwingen, sagt der 47-Jährige vor etwa 50 Zuhörerinnen und Zuhörer im Trainingssaal des Fitnessstudios. Bei jeder Durchquerung erlebte Wiersig die Ozeane in seiner vollen Schönheit. Hautnah begegnet sind ihm auf seinen mehrstündigen Reisen Orkawahle, Haie, giftige Quallen oder aber Seelöwen. Der größte Schrecken der Meere sei aber keines gefährliches Meerestier sondern der sei menschengemacht, sagt der Langstreckenschwimmer. Er lernte die harte Realität der Weltmeere kennen, als er sich beim Kraulen den Kopf an einer Europalette stieß oder sich im Wasser in einer Plastikplane verfing. Wiersig hat die Verschmutzung der Ozeane am eigenen Leib erfahren, auch deshalb setzt er sich als Botschafter der Deutschen Meeresstiftung für deren Schutz ein.

Der Extremsportler sieht sich als Teil des Meeres. Seine Missionen sind allerdings nur ein Hobby, das bislang sehr viel Geld und Zeit verschlungen hat. Während seines Vortrages ging der Ocean's-Seven-Finisher auch auf die einzelnen Kosten ein, die ihm bei einer Durchquerung durch die unterschiedlichsten Bedingungen entstanden sind. Er war in Großbritannien, Kalifornien, auf Hawaii, in Schottland, Japan, Neuseeland und Gibraltar: Das alles klingt nach einer schönen Weltreise, die der Familienvater hinter sich hat. Das Gegenteil ist aber der Fall. Bei seinen Durchquerungen ging der Extremschwimmer bis an seine Grenzen und noch darüber hinaus. Nach seiner Anreise bereitete er sich stets auf die Durchquerung vor und blieb auf Abruf, bis die Wetterbedingungen passten. Wenn es jeweils los ging, dann stand da niemand am Strand, der ihn verabschiedet oder ihn bei der Ankunft erwartet hat. Im Ozean war er dann auf sich gestellt, konnte sich aber immer auf sein Team verlassen, dass ihn mit Booten begleitet hat. 42 Kilometer Länge der von ihm „bezwungenen“ Meerenge zwischen den Hawaii-Inseln Molokai und Oahu sind nur die gemessene Luftlinie. Bei den Strömungen, die in den Meeresstraßen herrschen, ist das eher ein gedachter, als ein reeller Wert. In der Tsugaru-Straße beispielsweise, zwischen den japanischen Inseln Honshu und Hokkaido, schwamm Wiersig im Juli 2018 statt der 19,5 Kilometer Luftlinie in Wahrheit gut 42 Kilometer. Für den Kaiwi-Kanal mit seinen 42 Kilometern Länge, benötigte er im Oktober 2015 fast 19 Stunden.

Sowohl physisch wie auch psychisch ist der 47-Jährige an seine Grenzen gegangen. Wiersig ist in Quallenschwärme geraten, wurde von einem Hai umkreist und ist einem Blue Marlin (gefährlicher Raubfisch) begegnet. Einmal schwamm er eine Zeitlang über einem Wal, der unter ihm aufgetaucht war. Am Ende der Veranstaltung stellte André Wiersig sein Buch „Nachts allein im Ozean“ vor, in dem er seine bewegte Reise mit beeindruckenden Bildern erzählt. Die Zuhörer*innen waren begeistert und beeindruckend zugleich von dem, was André Wiersig angetrieben hat.

Fotos: Thomas Kube

Donnerstag, 21. November 2019 14:37 Uhr

Höxter (red). Ein verspannter Nacken, Anlaufschmerzen morgens beim Aufstehen oder Rückenschmerzen – Beschwerden am Bewegungsapparat können viele Formen annehmen. Immer in Bewegung bleiben lautet daher das Rezept des Kreissportbundes Höxter (KSB) und des HLC Höxter. Bis zum 12. Dezember 2019 läuft das kostenlose und unverbindliche Schnupperangebot „Schmerzfreie Gelenke“ donnerstags von 17-18 Uhr im Gymnastikraum der Bielenbergsporthallen in Höxter. Über Folgeangebote informiert der HLC Höxter. Welche Übungen sind geeignet und welche führen schnell zu Fehl- oder Überbelastungen? Um Gelenkschmerzen zukünftig vorzubeugen, kommt es neben der Regelmäßigkeit auch auf die richtige Übungsauswahl und Anleitung an.

Die erfahrene Trainerin Sharon Jackson vom HLC Höxter demonstriert mit Begeisterung, wie ein gesundheitlich orientiertes Training gestaltet werden kann. Diese Leidenschaft steckt auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an, was sich an der Resonanz und in den gut besuchten Stunden widerspiegelt. „Das Angebot ist bereits jetzt ein voller Erfolg“, so Arne Tegtmeyer vom KSB. Auch Neulinge werden noch herzlich aufgenommen. „Schmerzfreie Gelenke“ ist für alle Erwachsenen ab 30 Jahren, auch für Sporteinsteiger, geeignet. Gefördert wird das Angebot im Rahmen des Programms „Bewegt ÄLTER werden in NRW!“ des Landessportbundes NRW und der Staatskanzlei des Landes NRW.

Foto: HLC

Panorama
Mittwoch, 04. Dezember 2019 14:07 Uhr
Paderborn: Illegaler Böller explodiert in Hand und führt zu schweren Verletzungen
Mittwoch, 04. Dezember 2019 13:29 Uhr

Paderborn (red). Monatelange Ermittlungen der Paderborner Polizei endeten jetzt mit einem internationalen Fahndungserfolg. Mit Unterstützung von Spezialkräften und anderen Polizeibehörden gelang es der Paderborner Kripo, eine litauische Bande zu zerschlagen, die sich auf den Diebstahl von Luxuskarossen mit "keyless-go-Systemen" spezialisiert hatte. In Minden wurden drei Tatverdächtige festgenommen, aktuell gestohlene BMW's aufgefunden und mengenweise Beweismittel beschlagnahmt. Mindestens 20 Autodiebstähle gehen vermutlich auf das Konto der Tatverdächtigen, die mittlerweile in Untersuchungshaft sitzen. Neben der jetzt festgesetzten Bande sind andere, bislang unbekannte Täter parallel aktiv, denn auch nach den Festnahmen wurden BMW-Modelle in Paderborn und Nachbarkreisen entwendet. In diesen Fällen dauern die Ermittlungen an.

Der Weg zum aktuellen Fahndungserfolg begann mit einem gescheiterten BMW-Diebstahl im Juli 2018. In Paderborn-Elsen gingen die Autodiebe einen BMW 330E an. Mit einem sogenannten "Funkstreckenverlängerer" fingen sie das Funksignal des im Haus des Autobesitzers deponierten Autoschlüssels auf, um das keyless-go-System zu aktivieren. So konnte der Wagen ohne weitere Werkzeuge geöffnet und gestartet werden. Allerdings blieb der BMW nach wenigen hundert Metern liegen und konnte mangels Funksignal nicht mehr von den Tätern gestartet werden. Sie ließen das Auto zurück und flüchteten. Im Auto konnte die Kripo damals Spuren sichern, die zur Identifizierung eines ersten Tatverdächtigen führten. Der Litauer war bereits wegen schweren Diebstahls vorbestraft. Mit dieser Erkenntnis wurden Verbindungen zu einem mutmaßlichen Komplizen bekannt. Die Staatsanwaltschaft beantragte Gerichtsbeschlüsse für umfangreiche verdeckte Ermittlungen, die sich über viele Wochen erstreckten.

Die Drähte der Bande liefen in Minden zusammen, wo ein weiteres Mitglied, ebenfalls ein Litauer, wohnt und eine alte Lagerhalle angemietet worden war. Im November zogen die Paderborner Ermittler Spezialkräfte für operative Maßnahmen hinzu.

In der Nacht auf Mittwoch letzter Woche (27.11.2019) observierte eine Spezialeinheit die mutmaßlichen Autodiebe. Zwei Tatverdächtige schlugen in Löhne zu und entwendeten auf die bekannte Weise mittels Funkstreckenverlängerer einen BMW X6. Das Auto ließen sie kurz darauf in der Halle in Minden verschwinden. Als die beiden Diebe dann ihren Komplizen aufsuchten, griffen die eingesetzten Beamten zu und nahm das Trio früh morgens fest.

Die Paderborner Ermittler fuhren direkt zur Lagerhalle in Minden und durchsuchten das Gebäude mit Unterstützung von Mindener Kriminalbeamten. In der Halle stand der gestohlene 6er BMW sowie ein 5er BMW, der zwei Tage zuvor ebenfalls in Löhne entwendet worden war. Das Auto war bereits teilweise zerlegt. Die drei Tatverdächtigen im Alter von 19, 41 und 44 Jahren kamen unverzüglich ins Polizeigewahrsam nach Paderborn. Sie wurden am letzten Donnerstag auf Antrag der Paderborner Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt und sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Die weitere Spurensicherung in der Mindener Halle dauerte mehrere Tage. In der "Zerlegehalle" konnten Fahrzeugteile und persönliche Gegenstände von Geschädigten aufgefunden werden, die mindestens 20 Autodiebstählen in Ostwestfalen und dem benachbarten Niedersachsen zugeordnet werden konnten. Offensichtlich wurden die gestohlenen BMW's in der Halle zerlegt und in Einzelteilen ins östliche Ausland transportiert. Die entwendeten Fahrzeuge haben einen Gesamtwert von etwa 1.000.000 Euro.

Der jetzige Fahndungserfolg steht nicht allein. Bereits im letzten Jahr nahm die Paderborner Polizei an einem von EUROPOL unterstützen und von den Landeskriminalämtern Berlin und Brandenburg geleiteten Projekt namens "LIMES" teil. Das Projekt soll die Bekämpfung der internationalen Kraftfahrzeugverschiebung stärken. Die Paderborner Ermittler konnten hierbei insbesondere in Zusammenarbeit mit polnischen Kollegen erfolgreich gegen eine Gruppierung aus dem Raum Danzig ermitteln und zwei Täter in Haft bringen.

Kriminaloberkommissar Phil Clark, der die aktuellen Ermittlungen bei der Paderborner Kripo geführt hat, erläutert das Phänomen des Autodiebstahls: "Das Deliktsfeld der internationalen Kfz-Verschiebung ist nach wie vor von polnischen und litauischen Gruppierungen dominiert. Die Täter arbeiten arbeitsteilig, hochprofessionell und über Ländergrenzen hinaus. Sie sind dabei mobil und verwenden modernste Technik zur Entwendung der Fahrzeuge. Die Ermittlungen gestalten sich entsprechend aufwendig. Immer wichtiger wird hierbei auch die Zusammenarbeit mit unseren europäischen Kollegen. Die aktuellen Ermittlungen zeigen, dass wir erfolgreich gegen diese Gruppierungen vorgehen können."

Clark setzt jetzt alles daran, die Ermittlungen bezüglich der aktuellen Festnahmen beweiskräftig abzuschließen, um den Tatverdächtigen die Vielzahl der Taten nachweisen zu können. Darüber hinaus steckt er mit seinen Kollegen bereits tief in den Untersuchungen der nach den Festnahmen erfolgten Autodiebstähle. Clark: "Auch nach den neuen Fällen setzen wir wieder alles daran, die Täter dingfest zu machen. Polizeiliche Maßnahmen, hartnäckige Ermittlungsarbeit aber auch Hinweise aus der Bevölkerung tragen zur Aufklärung bei."

Dass es den Tätern durch die Fahrzeugtechnik manchmal so einfach gemacht wird ärgert nicht nur Phil Clark und seine Kolleginnen und Kollegen. "Es ist super bequem, den Autoschlüssel nicht mehr einsetzten zu müssen, um das Auto aufzuschließen und zu starten. Aber wenn es gestohlen wurde ist die Bequemlichkeit erst mal ganz vorbei." Die im Internet eingestellten Tipps sollten deswegen unbedingt beachtet werden: https://paderborn.polizei.nrw/artikel/tipps-zum-umgang-mit-keyless-go

Foto: Polizei Paderborn

Montag, 25. November 2019 11:11 Uhr

Sundern/Kreis Höxter (red). Mit einem erfolgreichen Kick-Off-Meeting begann der Arbeitskreis des FrauenRat NRW seine Aktivitäten. Der FrauenRat NRW mit rund 57 Mitgliedsverbänden unterschiedlichster Weltanschauungen ist eine Interessenvertretung für ca. zwei Millionen Frauen aus Nordrhein-Westfalen. Die Mitglieder des FrauenRat NRW setzen sich ehrenamtlich für Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie ein.

Mit der Gründung eines Arbeitskreises und einem ersten Treffen in Sundern/Dörnholthausen zum Thema: „Demokratiebildung jetzt – Nicht ohne Frauen machbar! Frauen stärken, Demokratie fördern, Radikalisierung verhindern“ starteten die Schatzmeisterin Maria Berghoff und die stellvertretende Vorsitzende Uta Fechler des FrauenRat NRW mit geladenen Gästen ihre Arbeit. Als Teilnehmerinnen waren über zwanzig Vertreterinnen von Frauenverbänden und Organisationen angereist. In ihrer Begrüßungsrede warnte Uta Fechler vor einer Radikalisierung der Gesellschaft, die immer mit der Einschränkung von Frauenrechten einhergehe. „Lasst uns Netzwerke zur Stärkung von Frauen und zur Geschlechtergerechtigkeit bilden. Heute kann der Anfang sein“, rief sie auf. Maria Berghoff betonte in ihrer Ansprache die Wichtigkeit von Frauen im ländlichen Raum: „Wenn Frauen auf dem Land eine Zukunft haben, hat der ländliche Raum eine Zukunft“, fasste sie zusammen.

Die Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises fand große Aufmerksamkeit bei Vertreterinnen der Politik. Die Vizepräsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen Carina Gödecke ging in ihrem Grußwort auf den historisch niedrigsten Frauenanteil in den Parlamenten (Landtag NRW 27%) ein. Gleichzeitig sah sie die Demokratie in Deutschland so gefährdet wie noch nie. „Demokratie ohne Frauen ist keine Demokratie, Demokratie braucht Gleichberechtigung“, forderte sie. Erschreckend sei, dass freiwillige Selbstverpflichtungen, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, keine ausreichende Wirkung zeigten und dass immer mehr Frauen Parteien mit einem rückständigen Frauenbild wählten. Bildungseinrichtungen müssten sich stärker mit Demokratiebildung beschäftigen. Darüber hinaus müssten Frauen in öffentlichen Ämtern stärker wahrnehmbar gemacht werden. Auch die stellvertretende Landrätin des Hochsauerlandkreises, Ursula Beckmann prangerte den geringen 

Frauenanteil in der Kommunalpolitik an. Sie rief die Anwesenden auf: „Die Parteien brauchen ihr Know- how, trauen Sie sich!“. Während des Frühstücks kamen die Teilnehmerinnen des Kick-Off-Treffens miteinander intensiv ins Gespräch. Sie erarbeiteten Stichpunkte für die Diskussion zur Bedeutung der Demokratie, zu Handlungsvorschlägen für die Arbeit von Frauenverbänden sowie jeder einzelnen Frau in ihrem Umkreis. In einer „Ideenschmiede“ wurden Projekte vorgestellt, die in den Mitgliedsverbänden schon durchgeführt wurden. Uta Fechler und Maria Berghoff berichteten von der Stellungnahme des FrauenRat NRW im Fragebogen der Enquete-Kommission des Landes Nordrhein-Westfalen „Subsidiarität und Partizipation. Zur Stärkung der (parlamentarischen) Demokratie im föderalen System aus nordrhein-westfälischer Perspektive“, in der sie Forderungen formulierten, die zur stärkeren Eigenverantwortung und Teilhabe von Frauen in der Politik führen können.

Foto: FrauenRat NRW

Freitag, 01. November 2019 10:58 Uhr

NRW (red). Die Sichtbarkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit. Damit auch die Kleinsten von uns im Straßenverkehr gesehen werden, finanziert das Verkehrsministerium reflektierende Überwürfe, die an die Kitas im Land ausgegeben werden. Dafür werden in diesem und im nächsten Jahr jeweils 250.000 Euro investiert. Verkehrsminister Hendrik Wüst hat jetzt die ersten Überwürfe an die Kinder der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Martinus in Neuss verteilt. „Eines der wichtigsten Ziele der Landesregierung ist es, die Verkehrssicherheit für alle zu erhöhen“, sagte er bei der Übergabe. „Mobilitätserziehung beginnt nicht erst in der Schule. Verkehrsregeln lernen Kinder am besten, indem sie sich aktiv im Straßenverkehr bewegen. Mit den Überwürfen werden unsere Kleinsten an das Thema herangeführt. Gleichzeitig können wir sie besser sehen, wenn sie auf Tour sind.“ Mit den Warnwesten können die Kinder zum Beispiel Ausflüge machen und den Weg zur Grundschule üben. Die Sets verbleiben in den Kitas und sollen für die nachfolgenden Vorschulkinder genutzt werden. Die örtlichen Verkehrswachten in Nordrhein-Westfalen unterstützen das Personal in den Kindertageseinrichtungen bei ihrer Arbeit für die Verkehrssicherheit beratend und mit den Programmen „Kinder und Verkehr“ sowie „Kinder im Straßenverkehr“. Mit den reflektierenden Überwürfen sollen möglichst alle 10.000 Kitas in Nordrhein-Westfalen versorgt werden. Kitas können die Sicherheits-Überwürfe über die Homepage des Verkehrsministeriums bestellen.

Mehr hier. https://www.vm.nrw.de/service/Verkehrssicherheit/index.php

Montag, 28. Oktober 2019 11:01 Uhr

Paderborn (red). Sehr gute Nachricht aus Berlin für Paderborn. Die Barker Kaserne kann durch die Stadt und die Universität zu einem wichtigen Baustein der Paderborner Stadtentwicklung gemacht werden. Die Bundeswehr verzichtet nach einer ausführlichen Prüfung auf die Nutzung des Geländes. In einem Gespräch im Berliner Bundesministerium der Verteidigung hatten Bürgermeister Michael Dreier und der Paderborner Bundestagsabgeordnete Dr. Carsten Linnemann am Donnerstagmorgen diese Nachricht von Dr. Peter Tauber, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, und Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, erhalten.

Tauber und Hoofe teilten mit, dass die Paderborner Barker Kaserne ausführlich für eine mögliche Nutzung geprüft worden sei. Dabei sei es um die Kriterien Wirtschaftlichkeit, Funktionalität, Attraktivität, Präsenz in der Fläche sowie die Interessen der Region gegangen.

"Wir können jetzt die bereits fortgeschrittenen Planungen für ein Exzellenzprojekt mit einem Investitionsvolumen in deutlich zweistelliger Millionenhöhe fortsetzen", so Michael Dreier. Die Revitalisierung der von den britischen Streitkräften genutzten Barker Kaserne an der Driburger Straße und deren Re-Integration in das Stadtgefüge sei eine wichtige Chance und zentrale Zukunftsaufgabe der Stadt Paderborn. Auf den rund 54 ha des Areals Barker biete sich in integrierter Lage und Nachbarschaft sowohl zur Paderborner Innenstadt als auch zur Universität die hervorragende Möglichkeit zur Entwicklung eines neuen, zukunftsfähigen Stadtquartiers.

Ein wichtiges Projekt für das Gelände der Barker Kaserne ist der sogenannte „Akzelerator“. Als Gewinnerin des Wettbewerbs „Exzellenz Start-up Center.NRW“ erhält die Universität Paderborn rund 20 Millionen Euro Förderung für die Entwicklung und Förderung von Start-Ups. Mit dem damit verbundenen Projekt „Akzelerator.OWL“ der Universität Paderborn soll ein Vorhaben entstehen, das in Form einer hochmodernen Immobilie die Funktionsbereiche eines Start-up-Hotspots vereint.

Der Bezug des Gebäudes müsse bis Ende des Jahres 2022 vollzogen sein. Universität, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und die Stadt arbeiten seit Wochen mit vereinter Kraft, um das Projekt möglich zu machen. Eine mögliche Förderung mit EFRE-Mitteln im Rahmen der REGIONALE 2022 zur Errichtung des Akzelerators stehen hierbei ebenfalls in Aussicht.

Schon seit Jahren laufen die Planungen der Stadt Paderborn für die Barker Kaserne. So fand im Jahr 2018 mit Vertretern der Stadtgesellschaft mit Blick auf eine zukunftsfähige Entwicklung dieses neuen Stadtteils eine Visionskonferenz statt. Die Ergebnisse sind in einem Memorandum festgehalten worden und bilden die Basis für den weiteren Entwicklungsprozess.

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