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Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Montag, 26. Juli 2021 08:36 Uhr
Kreis Höxter: 7-Tage-Inzidenz liegt bei 12,121
Sonntag, 25. Juli 2021 08:24 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 5.142 (+3) laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Davon gelten 4.961 (+1) Personen als genesen und 40 (+2) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person ist im Vergleich zum Tag zuvor verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 141 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben.

Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter, laut Robert-Koch-Institut 12,121 (Stand: 0 Uhr).

Zurzeit aktive Infektionen im Kreis Höxter:

Bad Driburg 2

Beverungen 1

Borgentreich 0

Brakel 2

Höxter 27

Marienmünster 1

Nieheim 1

Steinheim 5

Warburg 0

Willebadessen 1

Samstag, 24. Juli 2021 09:11 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 5.139 (+2) laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Davon gelten 4.960 (0) Personen als genesen und 38 (+2) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person ist im Vergleich zum Tag zuvor verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 141 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben.

Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter, laut Robert-Koch-Institut 14,26 (Stand: 0 Uhr).

Zurzeit aktive Infektionen im Kreis Höxter:

Bad Driburg 2

Beverungen 2

Borgentreich 0

Brakel 1

Höxter 27

Marienmünster 1

Nieheim 1

Steinheim 3

Warburg 0

Willebadessen 1

Samstag, 24. Juli 2021 08:00 Uhr

Kreis Höxter (red). Bereits am siebten Tag in Folge bewegt sich die Inzidenz im Kreis Höxter über der Marke von 10. Am Freitag, 23. Juli, lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 17,8. „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass wir die Marke von 10 morgen nicht unterschreiten werden“, erklärt der Leiter des Krisenstabs des Kreises Höxter, Matthias Kämpfer. Deshalb sei davon auszugehen, dass der Kreis Höxter voraussichtlich am Montag, 26. Juli, durch die Landesregierung der Inzidenzstufe 1 zugeordnet wird.

Die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sieht hierzu Folgendes vor. Wenn in einer Region, in der die Regeln der Stufe 0 gelten, die Sieben-Tage-Inzidenz an acht aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 10 überschreitet, gelten vom übernächsten Tag an die strengeren Regeln der Inzidenzstufe 1. Nachdem sich die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Höxter fast einen Monat lang stabil unter dem Wert von 10 gehalten hatte, wurde diese wichtige Marke am Samstag, 17. Juli, erstmals überschritten. Liegt die Inzidenz durchgehend bis Samstag, 24. Juli, über 10, so werden am übernächsten Tag, also am Montag, 26. Juli, die Corona-Regeln der Inzidenzstufe 1 wirksam.

Samstag, 24. Juli 2021 07:08 Uhr

Kreis Höxter (red). Rund 57 Prozent der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Höxter sind bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Fast 69 Prozent der Gesamtbevölkerung haben bereits ihre erste Impfung erhalten. „Zur wirksamen Eindämmung der Pandemie reicht das aber noch nicht aus“, erklärt der Leiter des Krisenstabs des Kreises Höxter, Matthias Kämpfer.

Mit einer Plakataktion wirbt der Kreis Höxter für die Schutzimpfung, um den Impffortschritt weiter voranzutreiben. „Lassen Sie sich impfen. Für Sie. Für uns. Für alle“ - das steht auf den Plakaten. Und es ist auch der Appell von Landrat Michael Stickeln. „Mit der Aktion möchten wir erreichen, dass die Schutzimpfung weiter im Fokus der Öffentlichkeit bleibt“, so der Landrat. „Es ist dringend geboten, den Sommer zu nutzen, um die Impfquote bei uns im Kreis Höxter gemeinsam noch weiter zu erhöhen.“ Ziel ist es, mit der flächendeckenden Impfung der Bevölkerung die Corona-Pandemie wirksam einzudämmen.

Nachholbedarf bei 16- bis 39-jährigen

Denn viele Menschen im Kreis Höxter haben die Schutzimpfung noch vor sich. „Sie können sich kurzentschlossen im Impfzentrum ohne Termin impfen lassen“, sagt der Leiter des Impfzentrums des Kreises Höxter Matthias Potthoff. Nach dem hohen Andrang während der Impfstoffknappheit ist die Nachfrage zwischenzeitlich zurückgegangen. „Deshalb geht es jetzt viel einfacher und schneller, sich beim Hausarzt oder im Impfzentrum impfen zu lassen“, so Potthoff.

Insbesondere in der Altersgruppe der 16- bis 39-jährigen bestehe beim Impfen noch Nachholbedarf. Die meisten der aktuell Infizierten im Kreis Höxter sind jünger als 25. „Das Risiko einer Corona-Infektion wird von einigen möglicherweise unterschätzt“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Höxter, Dr. Ronald Woltering. Er rät dringend zur Schutzimpfung, um sich selbst und andere zu schützen. „Das Virus ist weiterhin präsent“, so der Mediziner. Das zeigten auch die wieder ansteigenden Infektionszahlen in Deutschland.

Umso wichtiger sei es, die drei wichtigsten Elemente der Pandemiebekämpfung zu beherzigen: Impfen, Abstands- und Hygieneregeln und Testen. „Wir haben Sorge, dass die Infektionen im Herbst wieder ansteigen können“, sagt der Leiter des Krisenstabs, Matthias Kämpfer. „Deshalb wollen wir mit unserer Kampagne noch einmal den Gemeinschaftssinn für das Impfen stärken. Wer sich jetzt noch schnell impfen lässt, ist im Herbst besser geschützt und übernimmt zugleich Verantwortung für den Schutz seiner Mitmenschen.“

Landrat Michael Stickeln hat schon die Zeit nach den Sommerferien im Blick. „Wir tragen auch gemeinsam Verantwortung für die Kinder, die sich so sehr Normalität in der Schule und in der Kita wünschen.“ Deshalb seien alle gefordert, durch solidarisches, verantwortungsvolles und achtsames Verhalten, die Infektionszahlen auf ein niedriges Niveau zurückzudrängen. „Dazu tragen die flächendeckenden Impfungen wesentlich bei. Je mehr geimpft sind, desto mehr Freiheiten werden möglich sein“, schaut Landrat Michael Stickeln nach vorn.

Anmeldung

Region Aktiv
Montag, 26. Juli 2021 19:21 Uhr
InstaCare stattet "Alltagshelden" Malte und Marvin mit Arbeitskleidung aus
Montag, 26. Juli 2021 08:07 Uhr

Brakel (red). Wanderführer Willi Nutt lädt nach langer coronabedingter Pause ein zur Wanderung des Beverunger Seniorennetzes in und um Rheder. Vorgesehen ist auch eine Schlossführung. Treffpunkt ist am 19. August, um 14 Uhr vor dem Café Weidenpalais im Schlosspark Rheder. Jung und Alt, die sich wiedersehen oder Schloss und Park Rheder kennenlernen wollen, sind herzlich dazu eingeladen. Sie sind geimpft oder haben einen negativen Test? Dann zögern Sie nicht, sich bis zum Freitag, den 6. August bei Willi Nutt anzumelden:

Montag, 26. Juli 2021 08:03 Uhr

Beverungen (red). „Das Beverunger Seniorennetz und die Polizei schaffen für Mitbürger, die sich ein Pedelec jüngst zugelegt haben oder solche, die schon länger ein solches nutzen, die Gelegenheit, sich mit den Eigenarten dieses Gefährts vertraut zu machen, um sich sicher zu fühlen. Für das Pedelec-Training am 4. August, von 10 bis 12.30 Uhr, vor der Mehrzweckhalle des Schulzentrums in der Birkenstraße, sind noch Plätze frei. Um Anmeldung unter einer der folgenden Telefonnummern wird gebeten: Tel. 05273/392-226 oder 0174/3260344.

Sonntag, 25. Juli 2021 10:20 Uhr

Bevern-Forst (TKu). Ein gruseliges Geheimnis birgt unser aktueller „Lost Place“ an der Landesstraße L584 zwischen Bevern-Forst und der Ortschaft Warbsen. Die alte Gießerei C.Müller in Forst ist heute ein verfallener Schandfleck, den man schon alleine aus Sicherheitsgründen nicht betreten darf. Das Dach ist in einigen Bereichen schon nicht mehr vorhanden und die Räume sind an vielen Stellen von Schimmel befallen. Heute zeugt nichts mehr von der einst so ruhmreichen Maschinenfabrik C. Müller, die von Bevern-Forst aus Maschinen in alle Welt exportiert und zu Spitzenzeiten fast 140 Mitarbeiter beschäftigt hat. Vor fast genau 21 Jahren geschah hier ein grausamer Mord. In den Jahren des zweiten Weltkrieges waren dort Zwangsarbeiter aus dem Osten beschäftigt. Die Gießerei Firma Müller KG war in jenen Jahren ein Wehrmachtsbetrieb. Seit 1941 arbeiteten dort zwei französische Zivilarbeiter, untergebracht waren sie in der benachbarten Weißen Mühle bei Lütgenade. Die Bedingungen für sie scheinen verhältnismäßig annehmbar gewesen zu sein, die ihnen gewährten Heimaturlaube nutzten sie nicht zur Flucht, wie wir aus einer Chronik erfahren haben. In den Jahren 1943/44 sollen sieben Frauen und Männer aus der Ukraine und Russland hinzugekommen sein, die in einem Haus direkt auf dem Fabrikgelände lebten. Die auch in der Nachkriegszeit erfolgreiche Maschinenfabrik ging im Jahre 1976 insolvent. Seit dem wechselte die kleine Fabrik bis zuletzt immer wieder die Besitzer. Zur Jahrtausendwende war dort eine Bauschlosserei ansässig, in der sich im Oktober 2000 ein grausamer Mord ereignet hat, dessen Geschichte es mehrfach ins Fernsehen geschafft hat, zuletzt in eine „True-Crime-Doku“ auf ZDF-Info (hier anzusehen: https://youtu.be/bIgMR_tzhnM).

Im angrenzenden Wohnhaus des Firmengebäudes brachte der Besitzer seinen eigenen Angestellten um, den er jahrelang zuvor misshandelt und wie einen Sklaven gehalten hatte. Zusammen mit dem Vorarbeiter David S. prügelten sie Holger K. zu Tode und verscharrten seine Leiche auf einem Truppenübungsplatz. Der damals 35-jährige Holger K. war Hilfsarbeiter in der Bauschlosserei von Rainer B.. Das Unternehmen stellte Teile für Rutschen und Parkbänke her und fertigte Ständer an, in denen Baumärkte ihre Terrassenplatten ausstellen. Sein Chef Rainer B. hatte den Hilfsarbeiter K. wie einen Sklaven in seiner kleinen Metallfirma gehalten. Viele Mitarbeiter wussten davon, geholfen hat ihm aber niemand und beinahe hätte auch niemand von seinem Tod erfahren. Nur der akribischen Recherche der Polizei ist es schließlich zu verdanken, das der Mord vor 21 Jahren von unserem heutigen „Lost Place“ aufgeklärt werden konnte. Kriminalhauptkommissar Harald S. aus Holzminden war mit dem Fall betraut und hat im Sommer 2002 auch “Aktenzeichen XY” eingeschaltet. Holger K. galt zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehr als zwei Jahren als vermisst. Der Kommissar glaubte nicht, dass er noch am Leben war. Jahrelang hatte Rainer B. behauptet, Holger K. sei im Oktober über Nacht verschwunden, weil er ihm 3500 Mark gestohlen habe. B. hatte ihn sogar angezeigt. Hilfsarbeiter Holger K. war 32, frisch verheiratet und Vater eines Sohnes, als er im Oktober 1997 bei der Metall- und Stahlbaufirma in Forst anfing zu arbeiten. Stahl und Schrott türmten sich dort, Blech und Holz, teure Maschinen und billige Möbel in monströsem Ausmaß, so hieß es. Alles war dreckig und sehr unordentlich. Rainers Lebensgefährtin Rita L. betrieb dort “Angie`s Boutique”, einen Versandhandel für Transvestiten und für Frauenkleider, Reizwäsche in Übergrößen und auch Perücken. Rainer B. war damals Schlossermeister, Mitvierziger, geboren in Stahle. Sein Vater soll ihm schon mal einen Fleischspieß durch die Hand gejagt haben im Jähzorn, hieß es im damaligen Mordprozess.

Weil Holger K. Sandstrahlarbeiten durchführte, nannte man ihn meist bei seinem Spitznamen „Strahlemann“, den Holgers Chef ihm gab. Das Sandstrahlen war unter den Kollegen eine verhasste Arbeit. So ließ der Chef die Maschinenteile einer Glashütte und der örtlichen Möbelfabrik reinigen. Normalerweise muss man beim Sandstrahlen einen geschlossenen Schutzanzug nebst Helm tragen. Holger strahlte ohne, weil es nur einen löchrigen Anzug gab, der aber keine Schutzwirkung hatte. Einen neuen Anzug wollte der geizige Chef nicht kaufen. In den Überresten von Holgers Leichnam fanden Gerichtsmediziner in der Lunge Ablagerungen von feinkristallinem Sand, “pfundweise”, wie ein Richter damals im Prozess erklärte. Der Personalverschleiß des Unternehmens soll hoch gewesen sein. Das Umfeld wie die Spinde sollen dreckig, die Klos kaputt und die Löhne schlecht gewesen sein. Die Arbeit gefiel auch Holger K. nicht. Rainer B. behauptete, Holger K. habe Firmenmaterial im Wert von 12.000 Mark gestohlen. Noch kurz vor seinem Tod dichtete B. ihm Gelddiebstähle in Höhe von 25.000 Mark an. Holger ließ wohl tatsächlich einige Dinge mitgehen. Sein Chef zwang ihn, darüber eine Liste anzulegen. Die gestohlenen Sachen waren aber lediglich nur wenige hundert Mark wert.

Die Ehe von Holger lief schwierig. Er trennte sich schließlich von Frau und Kind oder die Frau sich von ihm. Die Eltern blieben danach Holgers einzige Verbindung ins alte Leben. Sie brachten ihm alle 14 Tage Vorgekochtes nach Bevern, haben ihm die Wäsche gewaschen und die Wohnung geputzt. Die letzten Jahre verbrachte Holger nur noch im verwahrlosten Firmengebäude mit der Wohnung daran. Weil Holger sogar nachts arbeitete, schlief er tagsüber ein. Die Kollegen wurden unzufrieden, trieben ihn an. “Er war nicht mehr bei sich”, sagt der Vorarbeiter David S. vor Gericht. Ostern 2000 kommandierte Chef B. ihn in den eiskalten Bach hinterm Haus, um Steine daraus zu einer Mauer aufzuschichten. Stundenlang stand Kahlfeld bis zum Oberschenkel im Wasser. Als Holger sich den Daumen absägte, brachte sein Chef ihn in die Klinik. Als aber die Versicherung für den Unfall 12.000 Mark zahlte, riss er sich das Geld unter den Nagel. Das war nicht schwer, weil B. längst Holgers Konto kontrollierte. Ein Bauhandwerker aus Holzminden, der das ominöse Unternehmen kannte und dessen Tochter bei B. eine Halle gepachtet hatte, schrieb am 14. September 2000 an den Landkreis Holzminden und berichtete über die katastrophalen Zustände auf dem Firmengelände und von den Misshandlungen an Holger K.. Der Holzmindener bot Holger auch an, nach Holzminden zu ziehen, in eine kleine Bleibe, die er an der Hand hatte. Aber der „Strahlemann“ hoffte entweder noch oder dachte gar nichts mehr. „Das wird schon wieder“, soll er gesagt haben.

Holgers Eltern sahen ihren Sohn am 29. September 2000 das letzte Mal, als sie ihren Urlaub nach Tirol planten, das erste Mal seit Jahrzehnten. Mitte Oktober 2000 erschienen Mitarbeiter des Landkreisamts, um den Betrieb zu inspizieren. Da war Holger schon bereits tot, zu Tode geprügelt von Rainer B., weil er sein Geldversteck nicht verraten wollte. Der damals 35-jährige Vorarbeiter David S., verheiratet und Vater eines achtjährigen Sohnes, prügelte mit und half mit der Lebensgefährtin Rita L. Den Leichnam zu beseitigen. Nach einem Hin- und Her steuerten sie mit ihrem Jeep schließlich den Truppenübungsplatz bei Fallingbostel an. Da vergruben sie den Toten im sandigen Waldboden, 140 Kilometer nördlich von Bevern entfernt. Als Holgers Eltern aus Tirol wiederkehrten, zitierte sie der Chef ein letztes Mal nach Bevern. Er tischte ihnen die Geschichte vom getürmten Dieb auf und ließ das alte Paar die Wohnung leer räumen, wofür sie viele Tage benötigten. Holger K. sein kleines Auto befand sich noch immer dort, was den Ermittlern ein Rätsel war. Kriminalhauptkommissar Harald S. war sich sicher, dass der „Strahlemann“ wahrscheinlich schon nicht mehr am Leben sei, worauf viele Hinweise hindeuteten. Spätestens aber nach der Meldung eines Zeugen bei der Polizei, war sich der Kommissar sicher. Dieser meinte gegenüber der Polizei, Rainer B. habe gesagt, dass er dafür gesorgt hätte, das der „Strahlemann“ nie wieder telefonieren könne. Die Ermittler bauten systematisch Druck auf und ließen den Fall des Vermissten Holger K. auch über Aktenzeichen XY veröffentlichen. Damit kam der Erfolg, denn Lebensgefährtin Rita L. brach ein und schilderte der Polizei zwei Jahre nach der Tat, was wirklich in der „Horrorfirma“ passierte und wo sie den toten Holger K. finden können.

Fotos: Thomas Kube

Sonntag, 25. Juli 2021 09:12 Uhr

Paderborn (red). Das bib International College und die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Paderborn verstärken ihre Zusammenarbeit und erweitern die Durchlässigkeit der Bildungsgänge. Die beiden Einrichtungen bieten gemeinsam ein Programm aus Ausbildung und Studium im Bereich Wirtschaft an, bei dem die Teilnehmer nach insgesamt vier Jahren Berufsabschluss und Bachelor-Abschluss erlangen.

Schüler, die ab Oktober am bib die zweijährige Ausbildung zum Marketing-Manager starten, können danach an der FHDW das verkürzte Betriebswirtschafts-Studium im Schwerpunkt Online Marketing und E-Commerce anschließen. An der im gleichen Haus ansässigen FHDW erwerben sie den Bachelor-Abschluss in zwei statt in drei Jahren. Nach insgesamt vier Jahren haben sie dann einen Berufsabschluss sowie den Abschluss „Bachelor of Arts“.

Die bib-Abteilungsleiterin Bettina Oberhoff-Richbell und die Prodekanin der FHDW NRW für den Fachbereich Wirtschaft, Prof. Dr. Angelika Röchter, haben die Kooperation ausgearbeitet und die Lehrpläne geprüft. Voraussetzung für den nahtlosen Übergang ist ein hohes Leistungsniveau während der zweijährigen bib-Ausbildung. Daher werden die Schüler bereits am bib einige Module der FHDW absolvieren, insbesondere zum wissenschaftlichen Arbeiten. Startvoraussetzung am bib ist mindestens der schulische Teil der Fachhochschulreife. Mit der Ausbildung wird die volle Fachhochschulreife erworben, so dass direkt – ohne weiteres Praktikum – das Studium an der Fachhochschule angeschlossen werden kann.

Beide Bildungsanbieter sind für ihre Praxisorientierung bekannt und bilden schon seit 1972 (bib) und seit 1993 (FHDW) in den Bereichen IT und Wirtschaft aus. Die Absolventen des bib im Bereich Informatik können bereits seit 2006 an der FHDW ein verkürztes Studium in Angewandter Informatik zum „Bachelor of Science“ anschließen.

Blaulicht
Montag, 26. Juli 2021 12:35 Uhr
Unfall mit drei schwerverletzten Personen
Montag, 26. Juli 2021 08:27 Uhr

NRW (red). Tief Bernd hat mit seinen gewaltigen Regenmassen auch zahlreiche Waldwege zerstört. Vor allem in den südlichen und westlichen Landesteilen Nordrhein-Westfalens, der Eifel, dem Sieger- und Sauerland sind viele Wege unpassierbar.

Eine besonders hohe Gefahr besteht für Radfahrer, die im Wald relativ schnell unterwegs sind. Gefahrenstellen, wie komplett weggespülte Wege oder tiefe Löcher, liegen oft schlecht einsehbar hinter Kurven. Auch Wanderer, Reiter und Jogger müssen in den nächsten Wochen mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen. Da an zahlreichen Stellen Wege komplett weggespült wurden, sind lieb gewonnene Spazierrunden oft nicht mehr möglich.

Im weit verzweigten Wegenetz der Wälder haben die Försterinnen und Förster in den vergangenen Tagen sehr viele, aber längst noch nicht alle Schäden gefunden. Wo immer möglich, bringen sie Warnhinweise oder Sperrungen an.

Wegesperrungen sind unbedingt zu beachten! Zahlreiche Forstleute in der Unwetterregion sind selbst von der Katastrophe betroffen. Zudem werden die Rettungskräfte nach wie vor in den Krisengebieten der zerstörten Städte dringend gebraucht. Zusätzliche Einsätze durch leichtsinnige Waldbesucherinnen und Waldbesucher kann zurzeit niemand gebrauchen.

Wald und Holz NRW weist darauf hin, dass Waldbesucherinnen und Waldbesucher sich generell auf eigene Gefahr in den Wald begeben. Mit waldtypischen Gefahren, wie umstürzende Bäume, herabfallende Äste oder unpassierbare Wege, muss jederzeit gerechnet werden.

Der Wegezustand wird sich nach aktueller Lage in den nächsten Wochen nicht gravierend ändern.

Über Wald und Holz NRW

Wald und Holz NRW ist Teil der Forstverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. Zugeordnet ist der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Naturschutz und Verbraucherschutz (MULNV), zuständige Ministerin ist Ursula Heinen-Esser. Seine Zentrale hat Wald und Holz NRW in Münster. Bei Wald und Holz NRW arbeiten 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 300 Försterinnen und Förster in den Forstrevieren. Zu Wald und Holz NRW gehören 15 Regionalforstämter und der Nationalpark Eifel.

Wald und Holz NRW kümmert sich um die Belange des Waldes. Dazu gehören Erhalt und Förderung des Waldes in NRW, Beratung und Betreuung privaten und kommunalen Waldbesitzes, Bewirtschaftung von 124.000 Hektar Landeswald sowie Forschung in den Bereichen Wald, Holzverwendung und Klima. Zum Aufgabengebiet zählen außerdem Umweltbildung, Überwachung der Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften im Wald auf der gesamten Waldfläche NRWs (935.000 Hektar) und die Förderung der Wald- und Holzwirtschaft in NRW.

Fotos: Wald und Holz NRW

Samstag, 24. Juli 2021 06:50 Uhr

Kreis Höxter (red). In der Kreispolizeibehörde Höxter werden vorgeplante Geschwindigkeitskontrollen durch den Verkehrsdienst durchgeführt. Darüber hinaus finden durch den Streifendienst weitere Kontrollen rund um die Uhr statt. Folgende Örtlichkeiten sind vorgesehen:

  • Montag, 26. Juli: Höxter, B 64, Ottbergen Ossendorf, B 7 Rimbecker Straße
  • Dienstag, 27. Juli Brakel, B 252, Gehrden Stahle, Heinser Straße/Kiekenstein
  • Mittwoch, 28. Juli Bad Driburg, Kochs Kämpe Dalhausen, B 241
  • Donnerstag, 29. Juli Warburg, L 838, Daseburg Dössel, L 552
  • Freitag, 30. Juli Nieheim, B 252, Steinheimer Str. Steinheim, Billerbecker Straße
  • Samstag, 31. Juli Höxter, B 83, Godelheim
  • Sonntag, 01. August Steinheim, B 239, Rolfzen
Donnerstag, 22. Juli 2021 15:40 Uhr

Höxter (red). Zwei Schwerverletzte Frauen und ein schweres Verkehrschaos sind die Folgen eines Verkehrsunfalles, der sich am Donnerstagmittag gegen 12 Uhr in Höxter auf der Umgehungsstraße (B64/83) in Höhe der Feuerwache Höxter ereignet hat. Dabei wurden eine 39- jährige sowie eine 74-jährige Frau schwer verletzt. In Höhe der Abfahrt Schulzentrum/Flor kam es zum Zusammenstoß zwischen einem Ford Kuga und einem Skoda-Kleinfahrzeug, der zu einem ambulanten Pflegedienst gehört. Sowohl die 39-jährige Fahrerin des Skodas, wie auch die 74-jährige Ford-Fahrerin wurden bei dem Aufprall schwer verletzt, so dass sie nach notärztlicher Behandlung beide in ein Krankenhaus transportiert werden mussten. Für etwa eine halbe Stunde während der Rettungsarbeiten blieb die Umgehungsstraße für den Verkehr voll gesperrt. Der Rückstau war so enorm, dass sich die Fahrzeuge auf der B64/83 bis weit hinter den OBI-Markt in Richtung Holzminden aufgestaut haben. Ebenfalls gab es lange Warteschlangen auf der Westerbachstraße und in Richtung Godelheim. Einsatzkräfte der Feuerwehr Höxter haben laut Polizei die Einsatzstelle gesichert und auslaufende Betriebsstoffe mit Bindemittel aufgenommen. Nach etwa zwei Stunden lief der Verkehr wieder wie gewohnt durch Höxter.

Fotos: red

Dienstag, 20. Juli 2021 15:36 Uhr

Detmold (red). So gut wie alle Einsatzkräfte aus Ostwestfalen-Lippe sind wieder zurück in der Region. Sie sind im Verlauf des Wochenendes in die heimischen Kreise und Gemeinden zurückgekehrt. Aktuelle Hilfsanfragen aus den Hochwassergebieten liegen nicht vor. Trotzdem bleiben alle Einheiten in Bereitschaft.

Sollte in den betroffenen Bereichen weitere Unterstützung nötig werden, würde die Bezirksregierung Detmold umgehend die angefragte Hilfe in Bewegung setzen. Insgesamt waren vom 14. bis 19. Juli rund 1.400 Kräfte mit etwa 250 Fahrzeugen in den betroffenen Gebieten von Feuerwehren und Hilfsorganisationen eingesetzt. Hinzu kamen noch zahlreiche weitere Helfer von DLRG und Technischem Hilfswerk. Sie haben in der Stadt Hagen, dem Märkischen Kreis, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Kreis Euskirchen sowie dem Kreis Heinsberg unterstützt.

Am Montag waren noch zwölf Personen mit vier Fahrzeugen zur Hilfe im Kreis Euskirchen. Diese Einsatzkräfte werden vom Kreis Paderborn gestellt und sind auf die Wasserförderung spezialisiert.

Regierungspräsidentin Judith Pirscher dankt allen Helfern für ihr bisheriges Engagement: „NRW steht zusammen. Das haben Sie in den vergangenen Tagen durch Ihren unermüdlichen Einsatz eindrucksvoll bewiesen. Als andere Menschen in Not gerieten, waren Sie sofort zur Stelle. Und ich bin mir sicher: Das werden Sie auch weiterhin sein. Das verdient Dank und höchste Anerkennung.“ Die Regierungspräsidentin dankt auch den Arbeitgebern der Einsatzkräfte. Es sei nicht selbstverständlich, die Belange des eigenen Betriebes hintenan zu stellen

Politik
Montag, 26. Juli 2021 08:52 Uhr
SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus in Höxter - „Wir kommen, um zu sprechen und zu hören!“
Freitag, 23. Juli 2021 07:34 Uhr

Kreis Höxter (red). Erleichterte Vergabekriterien müssen für unbürokratische Umsetzung und Stärkung örtlicher Wirtschaftsstrukturen sorgen.

Das Bundeskabinett hat in der heutigen Sitzung beschlossen, dass sich der Bund zur Hälfte an den Wiederaufbaukosten nach der aktuellen Hochwasserkatastrophe beteiligen wird. Dazu erklärt der kommunalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Christian Haase:

"Wir begrüßen, dass sich der Bund zur Hälfte auch an den Kosten zum Wiederaufbau der kommunalen Infrastruktur in den betroffenen Hochwassergebieten beteiligen wird und das Bundeskabinett beschlossen hat, aus dem Bundeshaushalt bis zu 200 Millionen Euro zur Soforthilfe bereitzustellen. Die damit verbundene Perspektive hilft den Menschen vor Ort weiter als Phantomdebatten über Klimaschutz oder mögliche Mängel im Katastrophenschutz.

Wichtig ist, dass diese Soforthilfen in Zusammenarbeit mit den betroffenen Ländern schnellstmöglich und unbürokratisch bereitgestellt werden. Die weiteren Aufbauhilfen müssen analog zum Hilfsfonds des Jahres 2013 von allen Ländern getragen werden, denn Fluthilfe ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der die Gemeinschaft der Länder in der Pflicht steht, füreinander einzustehen.

Dabei müssen wir die Mittelvergabe mit deutlichen Erleichterungen im Vergabebereich kombinieren, um sicherzustellen, dass nach Möglichkeit insbesondere örtliche Handwerksbetriebe in den betroffenen Regionen bei den Bauausführungen zum Zuge kommen. So können wir mit derselben Summe doppelt helfen, indem wir nicht nur Häuser und Infrastruktur, sondern auch die Geschäftsgrundlage der vor Ort in ihrer Existenz betroffenen Handwerksbetriebe wieder aufbauen und regionale Wirtschaftsstrukturen stärken."

 

Sonntag, 11. Juli 2021 08:03 Uhr

Kreis Höxter (red). Die „Geh-mit-Tour“ des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Christian Haase geht in die zweite Runde. In zwei Wochen geht es von Schloß Holte-Stukenbrock durch den Kreis Lippe und den Kreis Höxter bis nach Beverungen.

„In diesem Jahr möchte ich mein Versprechen einlösen und die Wanderung durch meinen Wahlkreis fortsetzen und komplettieren. Mir geht es um einen Perspektivwechsel – raus aus dem Büro, raus aus geschlossenen Räumen und rein in die Natur. So kann man ganz offen und ungezwungen mit den Menschen ins Gespräch kommen. Und darum geht es mir. Besonders freue ich mich, den neuen Teil des Wahlkreises in Schloß Holte-Stukenbrock wandernd zu erkunden. Daher starte ich auch dort. Insgesamt wird es 10 Etappen geben und ich würde mich freuen, wenn Sie mich ein Stück des Weges begleiten möchten“, berichtet der passionierte Wanderer Haase, der bereits die Alpen überquerte.

Die Wandertour startet am 26. Juli in Schloß Holte-Stukenbrock und geht über Augustdort nach Detmold zum Hermannsdenkmal. Am 27. Juli geht es weiter von Schlangen nach Horn-Bad Meinberg/Veldrom. Am 28. Juli von dort aus weiter nach Billerbeck. Anschließend am 29. Juli von Lügde nach Schieder-Schwalenberg. Am letzten Tag der ersten Woche geht es dann von dort aus nach Marienmünster-Born. Nach einer kleinen Wochenendpause startet die nächste Etappe am 2. August von Marienmünster aus über Vörden nach Brenkhausen. Am 3. August geht es von Brenkhausen weiter bis nach Corvey. Am 4. August wandert die Gruppe von Bosseborn über Ovenhausen nach Bökendorf. Der 5. August startet in Rheder und geht dann über Auenhausen nach Borgholz. Die finale Etappe am 6. August geht dann von Dalhausen über Jakobsberg nach Beverungen.

Wirtschaft
Montag, 26. Juli 2021 09:27 Uhr
500 Euro weniger pro Monat: Frauen beim Einkommen stark benachteiligt
Freitag, 23. Juli 2021 08:42 Uhr

Höxter (red). In der Klinik für Neurologie am St. Ansgar Krankenhaus der KHWE werden unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Mark Obermann jährlich 2500 Patienten stationär behandelt. Für seine Arbeit ist der 45-Jährige jetzt ausgezeichnet worden. Prof. Dr. Obermann hat es in diesem Jahr auf die Focus-Ärzteliste geschafft und ist damit zum ersten Mal zu den Top-Medizinern Deutschlands gewählt worden. Dafür wurden bundesweit Ärzte nach dem Fachkönnen ihrer Kollegen befragt und Patientenerfahrungen ausgewertet.

"Schlaganfall, Kopfschmerzen und Schwindel sind die am häufigsten behandelten Krankheitsbilder in der Neurologie", so Prof. Dr. Obermann. In der Klinik für Neurologie und NFR mit zertifizierter Schlaganfall-Station (Stroke Unit) sind Ärzte und Pflegepersonal auf die Versorgung akuter Schlaganfälle spezialisiert. "Hier werden Patienten nach den ersten Stunden bis Tagen nach dem Schlaganfall behandelt", sagt Prof. Obermann, der bereits auf langjährige Erfahrungen in der neurologischen Frühreha zurückgreifen kann. Seit Anfang dieses Jahres leitet er die Klinik am St. Ansgar Krankenhaus in Höxter. 

Foto: Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge gGmbH

Donnerstag, 22. Juli 2021 08:10 Uhr

Kreis Höxter (red). In der vergangenen Woche hat NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart den Kreis Höxter darüber informiert, dass das gesamte Kreisgebiet auch nach dem 1. Januar 2022 Fördergebiet der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sein wird. Die Entscheidung des Landes, im Einvernehmen mit der EU und dem Bund, versetzt Unternehmen und die Städte in die Lage, auch weiter auf dieses wichtige Förderinstrument zugreifen zu können. Für die Jahre 2022 bis 2027 stehen insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro landesweit für die GRW-Förderung zur Verfügung.

In der vergangenen Förderperiode 2014 bis 2020 waren es rund 680 Millionen Euro. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH (GfW) hat den Kreis und die zehn kreisangehörigen Städte strategisch und inhaltlich bei den Gesprächen um einen Verbleib in der Fördergebietskulisse unterstützt. „Wir sind sehr glücklich über die Entscheidung des Landes, den Kreis Höxter weiter in der Förderkulisse der Gemeinschaftsaufgabe zu belassen und unserer Region hierdurch auch zukünftig erhebliche Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Dem Ministerium und unserer Bezirksregierung danke ich sehr herzlich für ihre Unterstützung. Unsere Bemühungen um politisches Gehör auf der Bundes- und Landesebene für die Belange des Kreises Höxter in dieser Förderthematik haben sich dankenswerterweise gelohnt“, so Landrat Michael Stickeln, gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender der GfW.

Bis vor einigen Wochen war noch nicht klar, dass der Kreis Höxter weiterhin Fördergebiet sein wird. Haben doch EU, Bund und Land Nordrhein-Westfalen die Indikatoren für die Anerkennung als Fördergebiet in der GRW neu justiert. Viele der in den Gutachten gemachten Annahmen sprachen nicht für den Verbleib gerade ländlicher Räume in der Förderung. Da die Gefahr des Herausfallens aus der Kulisse ab 2022 frühzeitig erkannt wurde, hat die GfW den Kreis und die Städte mit einem von ihr verfassten Positionspapier unterstützt. Dieses wurde nach politischer Beratung im Kreistag und den Stadträten den zuständigen Stellen in den Bundes- und Landesministerien unter Einbindung der heimischen Abgeordneten überreicht. In der Rückbetrachtung auf die abgelaufene Phase 2014 – 2020 in der GRW wird deutlich, wie substanziell dieses Programm die wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung unterstützt.

Rund 34,1 Millionen Euro flossen in den vergangenen sieben Jahren in Projekte. Von dieser Gesamtsumme entfällt der größte Anteil mit rund 29,5 Millionen Euro auf die kommunalen Infrastrukturprojekte in den Bereichen Bildung, Gewerbeinfrastruktur, Tourismus und Digitalisierung. Beispiele hierfür sind das Großprojekt im Bildungsbereich „Campus Bohlenweg“ in Brakel, die ganz oder teilweise Erschließung von Gewerbeflächen im Kreisgebiet mit Glasfaserinfrastruktur, die neue Anbindungsstraße an das Industriegebiet in Warburg und die Erweiterung des Gewerbegebiets „Riesel West“ in Brakel. Aber auch in der touristischen Infrastruktur entfaltet die GRW-Förderung ihre Wirkung im Sinne von Qualitäts- und Attraktivitätssteigerung im Kreis Höxter. Projekte wie das Besucherzentrum an der Abtei Marienmünster, die zukünftigen neuen digitalen Touristinformationen in Bad Driburg und im Archäologie-Park bei Corvey sowie die neue gestaltete Weserpromenade in Beverungen und die dazugehörigen Fähren sind aktuelle Beispiele. „Diese Infrastrukturprojekte unterstützen die Städte im Kreis Höxter bei ihrer weiteren infrastrukturellen Entwicklung. Im Sinne der Wirtschaftsbeziehungen zwischen urbanem und ländlichem Raum schafft hier die GWR sehr gute Voraussetzungen und fördert zugleich die infrastrukturellen Entwicklungschancen im gesamten Kreisgebiet“, resümiert Landrat Stickeln mit Blick auf die Erfolge der vergangenen Förderperiode.

Aber nicht nur die Kommunen, sondern auch die kleineren und mittleren Unternehmen im Kreis Höxter haben von der Förderung aus der GRW profitiert. So wurden in den Jahren 2014 – 2020 insgesamt 4,6 Millionen Euro an Zuschüssen für Arbeitsplatz schaffende und Arbeitsplatz sichernde Investitionen an Unternehmen im Kreis Höxter gezahlt. Die Gesamtsumme der Investitionen ist dabei mit rund 30,6 Millionen Euro zu beziffern, die in Gebäude und Anlagen durch die Unternehmen investiert wurden. Neben den technologischen Verbesserungen in den Unternehmen wurden durch die Förderung auch 67 Arbeitsplätze geschaffen und 324 gesichert. „In vielen Fällen ist diese gewerbliche Förderung für die Unternehmen entscheidend, um wichtige Investitionen in die Technologie und die eigene Wettbewerbsfähigkeit umzusetzen. Der regionale Arbeitsmarkt profitiert durch gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte, die so an das Unternehmen gebunden werden“, erläutert GfW-Geschäftsführer Michael Stolte.

Nach der Verkündung der Entscheidung durch das Land wird nun eine neue Förderrichtlinie erarbeitet, die möglichst zum 1. Januar 2022 in Kraft treten soll. Auf dieser Basis werden dann weitere Förderungen von Projekten möglich sein. Auch Teile des Kreises Paderborn sowie der Hochsauerlandkreis wurden durch das Land in die GRW-Fördergebietskulisse aufgenommen.

Foto: Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH

Sport
Sonntag, 11. Juli 2021 08:09 Uhr
HLC-Geschäftsstelle macht Ferien
Mittwoch, 07. Juli 2021 08:02 Uhr

Kreis Höxter (red). Sport im Park startet ab Montag, 12. Juli, in Warburg und Germete in eine neue Saison. Der Kreissportbund Höxter bietet in Zusammenarbeit mit dem Warburger SV, SV Germete und ESV Warburg über acht Wochen hinweg ein kostenloses Outdoorsportprogramm an.

Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

Unterstützt wird das Programm von der Stadt Warburg, dem Stadtsportverband Warburg, Kommunalen Integrationszentrum Kreis Höxter, Landessportbund NRW und der AOK – Die Gesundheitskasse.

Mittwoch, 07. Juli 2021 05:54 Uhr

Willebadessen/Niesen (red). Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat am Dienstag, 6. Juli, weitere Fördermaßnahmen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ bekannt gegeben. Von dem einzigartigen Förderprogramm für Sportstätten profitieren bereits mehr als 2.000 Sportvereine aus ganz Nordrhein-Westfalen – eine gute Nachricht für den Spiel- und Sportverein Niesen e.V.: Gefördert wird die Modernisierung des Umkleide- und Duschbereichs im Sportheim in Höhe von 50.000 Euro.

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen. Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren.“

Mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ zur Verfügung.

Panorama
Sonntag, 25. Juli 2021 08:16 Uhr
Sonne ist gesund, aber auch gefährlich
Sonntag, 25. Juli 2021 07:19 Uhr

Kreis Höxter (red). Die Corona-Pandemie zehrt besonders bei Familien im Kreis Höxter an den Nerven. Viele sind ausgepowert, denn KiTa- und Schulschließungen, Homeschooling und Kontaktbeschränkungen sind eine große Herausforderung. Bei vielen Eltern hat sich auch die vorhandene Belastungssituation durch die Sorge um Familie und Beruf weiter vergrößert. Um die physische Stabilität in der Familie wiederherzustellen, ist es für Mütter und Väter auch in Corona-Zeiten möglich, mit ihrem Kind eine Kur anzutreten. Darauf weist die AOK NordWest hin. „Gerade in der aktuell besonders belastenden Zeit für Familien wissen wir, wie wichtig die Vorsorge ist“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. „Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur kann Betroffenen helfen, ihren Alltag zu Hause mit weniger Stress, mehr Struktur und einem gestärkten inneren Sicherheitsgefühl anzugehen“, betont Wehmhöner. Nach einer aktuellen Auswertung absolvierten im vergangenen Jahr im Kreis Höxter 55 AOK-versicherte Mütter und Väter eine stationäre Vorsorge- oder Reha-Maßnahme mit ihrem Nachwuchs.

Die meisten der so genannten ‚Mutter-Kind- oder Vater-Kind-Kuren‘ werden jedoch weiterhin von Müttern in Anspruch genommen. Nur 9,1 Prozent der Kuren wurden im vergangenen Jahr von Vätern durchgeführt. „Wenn Mütter oder Väter gesundheitliche Beschwerden haben und umfassende ärztliche Betreuung benötigen, kann eine stationäre Vorsorge- oder Reha-Maßnahme sinnvoll sein. Mit individuellen Behandlungsangeboten wird den Betroffenen geholfen, gesund zu werden und neue Kraft für den Alltag zu tanken“, so Wehmhöner.

Insgesamt gibt es bundesweit rund 200 Einrichtungen, die individuelle Kurangebote vorhalten. „Die Kliniken haben Kapazitäten und halten umfassende Hygienekonzepte vor, damit die Sicherheit für Eltern und Kinder auch in Corona-Zeiten gewährleistet ist“, sagt Wehmhöner. Eine davon ist die AOK-Nordseeklinik auf Amrum. Hier können Mütter oder Väter drei Wochen lang abschalten, Corona-sicher den Strand genießen, das Reizklima auf sich wirken lassen und etwas für ihre Gesundheit tun. Dazu gehören eine medizinische und psychologische Betreuung wie medizinische Bäder, Wärme- und Kälteanwendungen, Krankengymnastik, Atemgymnastik oder Rückenschule bis hin zu Gesprächskreisen und Entspannungstrainings. Während Mütter oder Väter ihre Anwendungen in Ruhe nutzen, werden die Kinder im Kindergarten betreut, für Schulkinder sind spezielle Unterrichtseinheiten möglich. Außerdem gibt es besondere Gesundheitsangebote für Kinder, die an Asthma oder Neurodermitis leiden.

Wenn der Arzt eine Kur verordnet, können sich Väter oder Mütter an ihre Krankenkasse wenden, um einen Kurantrag zu stellen. Pro Kalendertag beträgt die Eigenbeteiligung zehn Euro. Berufstätige müssen für die Kur keinen Urlaub nehmen. Die Bewilligung der Kur gilt wie eine Krankschreibung.

Weitere Infos im Internet unter aok.de/nordwest, Rubrik Leistungen & Services.

Foto: AOK/hfr

Sonntag, 18. Juli 2021 08:32 Uhr

Kreis Höxter (red). Erfreuliche Nachricht für viele Menschen aus dem Kreis Höxter, die von Zahnfleischerkrankungen betroffen sind: Zum ersten Juli gelten neue, erweiterte Regelungen für die Parodontose-Behandlung. Parodontitis (Parodontose) ist mit Abstand die häufigste Krankheit in Deutschland. Das geht aus den Daten der aktuellen Mundgesundheitsstudie des Instituts der Zahnärzte hervor: Ab einem Alter von 35 Jahren sind bereits 52 Prozent der Menschen von Parodontitis betroffen, bei den Senioren sind es 90 Prozent. „Die Therapie ist mit den neuen Regelungen wesentlich umfangreicher geworden. Sie wird nun um eine patientenindividuelle Mundhygiene-Unterweisung, ein parodontologisches Aufklärungs- und Therapiegespräch sowie um eine strukturierte Nachsorge ergänzt“, teilt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner mit.

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine meist unterschätzte chronische Erkrankung, die durch Bakterien im Mundraum ausgelöst wird. Siedeln sich diese in Zahnzwischenräumen an, bilden sie einen schädlichen Belag auf den Zähnen, den so genannten Plaque. Erwiesen ist: Ohne regelmäßige Mund- und Zahnhygiene bildet sich schädlicher Zahnbelag, der zu Zahnfleischentzündungen führen kann. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann ohne Therapie aus der Zahnfleischentzündung eine Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) werden. Schlimmstenfalls lockern sich dann die Zähne und fallen aus. „Bei Parodontitis handelt es sich um einen nicht umkehrbaren Prozess. Das heißt, dass die Erkrankung nicht vollständig heilbar ist. Wird sie nicht rechtzeitig erkannt, kann sie auch Folgen auf die allgemeine Gesundheit haben. Je früher die Diagnose allerdings gestellt wird, desto besser lässt sich die Parodontose behandeln und sogar zum Stillstand bringen“, warnt Wehmhöner.

Bei der bisherigen Parodontosebehandlung reinigte der Zahnarzt/die Zahnärztin die Zähne auch an schwer zugänglichen Zahnfleischtaschen und an der Oberfläche der Zahnhälse und Zahnwurzeln. Zum ersten Juli wurden die Leistungen zu dieser Behandlung deutlich erweitert. Die „sprechende Medizin“ wurde nunmehr durch die Aufnahme einer patientenindividuellen Mundhygiene-Unterweisung und eines parodontologischen Aufklärungs- und Therapiegespräches integriert. Der Zahnarzt/die Zahnärztin soll hierbei vor der Therapieplanung das Stadium und den Grad der Erkrankung erheben und dabei Risikofaktoren wie zum Beispiel eine Diabetes-Erkrankung oder Rauchen abklären. Wichtigste Neuerung ist aber, dass Patientinnen und Patienten fortan Anspruch auf eine strukturierte Nachsorgebehandlung (Unterstützende Parodontitistherapie) haben. Das gab es bislang noch nicht. Die UPT soll die Ergebnisse der antiinfektiösen Therapie sichern. Sie soll drei bis sechs Monate nach Abschluss der Akuttherapie beginnen und dauert maximal zwei Jahre.

„UPT-Maßnahmen können nach Genehmigung der Krankenkasse bis zu sechs Monate verlängert werden Dies ist eine wichtige Neuerung, um den Langzeiterfolg einer Parodontose-Behandlung zu sichern. Auf diese Weise wird eine wichtige Lücke in der bisherigen parodontologischen Versorgung geschlossen, die dazu beitragen wird, dass diese Erkrankung und deren Folgen noch besser behandelt werden können“, sagt Wehmhöner.

Foto: AOK/hfr.

Montag, 12. Juli 2021 08:28 Uhr

Kreis Höxter (red). Es summt wieder in den Schlafzimmern und auf den Terrassen im Kreis Höxter. Stechmücken lauern jetzt überall. Die Wetterlage ist seit Wochen ideal für die Plagegeister, um sich rasch zu vermehren: Viel Regen im Frühjahr und jetzt die warmen Temperaturen. Von einer regelrechten Plage kann allerdings noch nicht die Rede sein, auch wenn es von dem einen oder anderen so empfunden wird. Das liegt daran, dass die letzten zwei Jahre eher mückenarm waren. Doch was tun, wenn die Mücke zugestochen hat? „Mückenstiche sind für die meisten Menschen harmlos. Gefährlich wird es jedoch, wenn der Körper allergische Reaktionen zeigt. Dann sollte immer ein Arzt aufgesucht werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.

Über 50 Arten von Stechmücken unterscheiden die Insektenforscher in Deutschland. Sie ernähren sich über Pflanzensäfte und Nektar. Es sind nur die Stechmücken-Weibchen, die Blut aufsaugen. Das darin enthaltene Protein, also das Eiweiß, brauchen sie für ihre eigene Ei-Bildung.

Was passiert, wenn die Mücke zusticht?

Sie lassen Speichel fließen, um die Einstichstelle zu betäuben und das Blut flüssig zu halten. Der dadurch freigesetzte Botenstoff Histamin, führt dazu, dass sich bei mindestens drei von vier Menschen Quaddeln oder Papeln an der Stichstelle bilden. Häufig kommt es dabei zu ausgedehnteren Schwellungen, Rötungen oder Juckreiz. Deshalb macht Kratzen es auch schlimmer, denn der Stoff wird durch die damit verbundene stärkere Durchblutung erst recht verteilt.

Was tun nach einem Stich?

Hier hilft vor allem kühlen. Manche setzen auf Hausmittel wie eine Quarkpackung oder das Einreiben mit einer Zwiebel. Bei starken Symptomen helfen ein Antihistaminikum oder eine cortisonhaltige Salbe aus der Apotheke. Entzünden kann sich ein Mückenstich, wenn etwa durch Kratzen Bakterien in tiefere Schichten gelangen. Dann droht eine massive Umgebungsinfektion. „Diese muss im Einzelfall sogar mit einem Antibiotikum behandelt werden. Auf jeden Fall gilt: Wenn eine zunehmende und langanhaltende gerötete Schwellung auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden“, so Wehmhöner.

Gibt es Vorsorge-Tipps?

Stechmücken sind sogenannte „Nasentiere“ und fliegen in erster Linie auf das Kohlendioxid in der ausgeatmeten Luft. Blutgruppen oder Licht interessieren sie dagegen nicht. Die Mücken registrieren einfach, in welcher Stärke der Mensch Kohlendioxid beim Ausatmen produziert und welchen Schweißgeruch er abgibt. Das ist die Kombination, die es für Mücken attraktiver macht, zuzustechen. Wespen gehören übrigens auch zu diesen „Nasentieren“ und werden ebenfalls von Gerüchen angezogen.

Der beste persönliche Schutz ist lange, hautbedeckende und am besten helle Kleidung. Wer im heimischen Garten vor allem Regentonnen abdeckt und volle Gießkannen entleert, entzieht diesen Zweiflüglern damit ihre Brutmöglichkeiten. Gerade hier vermehren sich die Mücken schlagartig. „Von der Regentonne zum Schlafzimmer ist es meist nicht weit. Insektennetze vor den Fenstern und Türen können helfen, dass die Plagegeister nicht ins Haus kommen“, sagt Wehmhöner. Im Garten oder auf dem Balkon helfen auch Pflanzen wie Tomaten, Lavendel oder Minze. Deren Aromen mögen die Stechmücken ebenso wenig wie den Geruch von verbranntem Kaffeepulver.

Vermeiden sollte jeder im Kreis Höxter die Jagd auf die summenden Tiere im Schlafzimmer. Schon so mancher hat mit dem Hausschuh in der Hand auf dem Bett stehend das Gleichgewicht verloren und musste dann sechs Wochen an Krücken gehen. Besser also, einen Stich mit ein oder zwei Tagen Schwellung in Kauf zu nehmen als die Folgen eines solchen „Jagdunfall“ auszukurieren.

Um mehr über Mücken herauszufinden, wo sich welche Art zu welcher Zeit herumtreibt, gibt es übrigens den Mückenatlas. Auf einer interaktiven Karte kann herausgefunden werden, ob und aus welchen Orten schon Mücken beim Leibnitz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF) eingeschickt worden sind. „Jeder einzelne hat die Möglichkeit, Mücken in seinem persönlichen Umfeld zu fangen und einzuschicken. Er bekommt dann natürlich eine Rückantwort, um welche Mücke es sich gehandelt hat. Für uns Wissenschaftler ist es natürlich spannend, wo wann welche Mücke vorkommt und wann diese aktiv sind. Und auf der anderen Seite möchten wir herauszufinden, welche von unseren einheimischen Mücken als Überträger von Krankheitserregern fungieren kann“, sagt Diplom-Biologin Dr. Doreen Werner vom Leibnitz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF). Mehr Infos unter mueckenatlas.com im Internet.

Foto: AOK/hfr.

Samstag, 03. Juli 2021 07:13 Uhr

Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium wird am Donnerstagvormittag, 1. Juli 2021, in Bad Sassendorf im Kreis der beteiligten Akteure aus Kommunen und Landwirtschaft das neue Informationssystem Tiergesundheit 4.0 nach erfolgreicher Pilotphase offiziell in Betrieb nehmen. Es schafft mehr Transparenz für eine Verbesserung des Tierschutzes in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Als Frühwarnsystem unterstützt die Datenbank die Behörden, gezielt und frühzeitig in Betriebsabläufe einzugreifen, wenn Defizite in der Tiergesundheit sichtbar werden. Mit dem neuen Informationssystem ist Nordrhein-Westfalen in Sachen Tierschutz erneut Vorreiter, es ist das erste seiner Art in Deutschland.

„Damit setzen wir einen weiteren integralen Baustein der nordrhein-westfälischen Nutztierstrategie um. Nach einem erfolgreichen Testhalbjahr kann Tiergesundheit 4.0 damit in den kommenden Monaten allen nordrhein-westfälischen Kommunen zur Verfügung gestellt werden“, betont Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Essen anlässlich der Präsentation des Systems. „Den Überwachungsbehörden wird damit ein modernes Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Bisher lagen die Daten bei verschiedenen Behörden vor. Jetzt sind sie an einem Ort gebündelt und geben jederzeit einen aktuellen Überblick über die Tiergesundheit in den Nutztierbeständen.“

Das System erleichtert einerseits den Behörden die Arbeit. Zugleich können sich auch die Tierhalter online im Detail über die Einschätzung ihres Betriebes durch die Behörden informieren und dadurch potenziellen Missständen frühzeitig gegensteuern. Zunächst werden die Daten aller in Nordrhein-Westfalen gehalten Schweine, rund sechs Millionen, erfasst. In einem zweiten Schritt ist der Ausweitung des Informationssystems auf Rinder geplant. Zudem laufen parallel Planungen zur Nutzung und Integration weiterer Datenquellen. 

Der Präsident des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), Dr. Thomas Delschen, dankt den beteiligten Behörden für ihr Engagement bei der Entwicklung und Erprobung des Systems: „Wer sich schon einmal mit der Einführung von übergreifenden DV-Systemen beschäftigt hat, weiß wie schwierig es ist, die Wünsche aller späteren Nutzerinnen und Nutzer unter einen Hut zu bringen. Die Veterinärämter der Kreise Soest und Wesel und der Stadt Mönchengladbach haben stellvertretend für das ganze Land ihre Erfahrungen eingebracht und ganz konkrete Wünsche an die Leistungsfähigkeit der Datenbank formuliert. Die Lösung ist deshalb praxisorientiert und so für die zukünftige Nutzung in allen 52 Kommunen in Nordrhein-Westfalen geeignet.“

Das Informationssystem führt Ergebnisse von tierärztlichen Kontrollen, Schlachtbefunde, Daten zu Arzneimitteln sowie Daten aus den allgemeinen Erkenntnissen der Veterinär- und Lebensmittelüberwachung in Nordrhein-Westfalen zusammen. So werden die Informationen gleichermaßen für Behörden und Tierhaltende als Frühwarnsystem nutzbar. Die Stadt Mönchgladbach und die Kreise Wesel, Soest, Unna und Gütersloh haben bereits im Rahmen der Pilotphase mit dem neuen System gearbeitet. 

„Die Tiergesundheitsdatenbank des Landes wird die Überwachung des Tierschutzes und der Tiergesundheit in Nordrhein-Westfalen verbessern. Durch eine intelligente und systematische Nutzung der Daten, auch der Daten, die von den Betrieben im Rahmen von Eigenkontrollen ermittelt worden sind, werden die amtlichen Kontrollen effektiver und effizienter", skizziert Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann die Perspektive. „Unter Berücksichtigung des Datenschutzes haben wir ein zukunftsweisendes System für mehr Tierwohl in den Ställen entwickelt. Es stellt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Nutztierhaltung dar.“ 

Faltblatt: „Aktiv für den Tierschutz. Meilensteine und Ziele in Nordrhein-Westfalen“

Ziel der Landesregierung ist es, die Bedingungen in der Nutztierhaltung noch stärker an Tierschutz und Tierwohl zu orientieren und so weiterzuentwickeln, dass sie breite Akzeptanz in der Gesellschaft finden. Ob Nutztierhaltungsstrategie, eine Tiergesundheitsdatenbank oder die Förderung besserer Haltungsbedingungen: Ein Faltblatt enthält eine Auswahl der bislang erreichten Meilensteine der Tierschutzpolitik in Nordrhein-Westfalen. 

Download unter: https://www.umwelt.nrw.de/mediathek/broschueren/detailseite-broschueren?broschueren_id=14673&cHash=2e1d8997b90e9697ac8d0807d0d241d0

Foto: red

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